<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>Gier &amp;mdash; umdenken</title>
    <link>https://qua.name/umdenken/tag:Gier</link>
    <description>Schaffen wir die Wende oder versagen kläglich?</description>
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 18:01:58 +0200</pubDate>
    <item>
      <title>Globaler Selbstmord</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/globaler-selbstmord</link>
      <description>&lt;![CDATA[Was für sich bereits besorgniserregend klingt, vervielfacht sich durch den Umstand, diesen weniger aktiv, als durch Passivität herbeizuführen. Lethargische Ignoranz macht jeden automatisch zum Mittäter eines globalen Mordanschlags, von dem man dummerweise auch selbst betroffen ist.&#xA;&#xA;Dieser Selbstbetrug geht so weit, dass wir den vollbesetzten Karren mit voller Wucht gegen die Wand zu fahren drohen und trotzdem wird es nicht (an)erkannt, klein geredet, komplett ignoriert oder gleich ganz abgelehnt und verweigert. Mahner und Aufklärer werden zu Feinden. Sämtliche Indizien und Beweise werden abgetan, notfalls verdreht und als Panikmache abgestraft. Was von der Warte her verständlich ist, da jedes Anerkenntnis im selben Atemzug ein Bekenntnis zu Veränderungen ist, die entgegen anerzogenen Bestrebungen stehen. Wer will schon seine Komfortzone verlassen? !--more--&#xA;&#xA;Darum blenden wir aus der jeden Tag über uns hereinbrechenden, gigantischen Informationsflut alles aus, was dem eigenen Wohlbefinden widerspricht. Die vermeintliche Wahrheit wird selektiert, hingebogen und zurechtgerückt. Wir verweigern uns den schlechter werdenden Bedingungen und akzeptieren nicht, selbst dafür verantwortlich zu sein. Deshalb schieben wir die Schuld lauthals anderen in die Schuhe und fordern diese auf, mit einem magischen Schalter alles neu zu gestalten. Denn diktieren uns die eingebrockten Umstände eine ungewohnte Verhaltensweise, sträuben wir uns reflexartig dagegen, womit wir die Umstände weiter verschlimmern.&#xA;&#xA;Absurderweise lehnt sich niemand gegen die Diktatur von Google, Amazon und Facebook auf, weil es am Begreifen mangelt. Zudem sind die gebotenen Möglichkeiten viel zu verlockend, als sie infrage zustellen. Beim ausufernden Überwachen und Ausspionieren durch Wirtschaft und Staat wird nur das staatliche Begehren mit Gebell quittiert, letztlich aber genervt hingenommen. Niemand will auf die schönen neuen Bequemlichkeiten verzichten und bewahrt sich mit verdrehten Argumenten seinen Rausch.&#xA;&#xA;Wir setzen die Prioritäten falsch, indem wir uns über alles erheben und die eigene Befriedung voran stellen. Mag das für unsere steinzeitlichen Vorfahren noch überlebensnotwendig gewesen sein, haben wir uns von damaligen Lebensverhältnissen meilenweit entfernt – mit Ausnahme unseres Denkens, das von seinen Herrschafts- und Machtgelüsten nicht lassen kann. Erstaunlicherweise passt es sich den jeweiligen Bedingungen an, verweigert sich aber jeder Weiterentwicklung – es lernt nicht dazu.&#xA;&#xA;Eine Folge davon ist, dass wir Tatsachen (ein)fordern. Jedoch lassen sich Natur und Klima nicht in Stein meißeln. Wir können nicht mal erfassen, dass der Boden unter unseren Füßen ständig in Bewegung ist. Selbst in Regionen, die die Kräfte von Erdbeben und/oder Vulkanausbrüchen unmittelbar zu spüren bekommen, wird versucht die Monster zu zähmen, als nachzugeben.&#xA;&#xA;Wir hadern mit dem Makel, nicht in die Zukunft sehen zu können, was unsere größte Sehnsucht ist. Allerdings haben wir damit unser bestes, geduldigstes und unerschöpflichste Opfer gefunden, wo all unsere Schuld abgeladen werden kann. Gesicherte Prognosen über Auswirkungen unseres Handels sind nicht seriös zu erstellen, sonst würden wir höchstwahrscheinlich vollkommen anders leben. Anzunehmen ist, dass sich unsere gesamte Entwicklung anders gestaltet hätte.&#xA;&#xA;Was wir hingegen schon immer konnten und sich über die Evolution hinweg verbessert und verfeinert hat, sind Zeichen zu deuten und Schlüsse daraus zu ziehen. Wobei jegliche Zeichen unserem Erfahrungsschatz und Wissen entspringen, dementsprechend ständig zunehmen. Inzwischen sind die auf die digitale Welt übertragenden Algorithmen fähig unser Handeln vorherzusehen und/oder die Umgebung diesem anzupassen, um uns andernfalls sachte in gewünschte Richtungen zu leiten.&#xA;&#xA;Nur unsere Arroganz verweigert jede Erkenntnis, weil sich im Laufe unserer Entwicklung fest in unseren Gehirnwindungen eingebrannt hat, dass Wahrheiten bitter und eklig schmecken. Zudem verlangen sie uns regelmäßig Einschränkungen und Verzicht ab. In Zeiten, wo Profit, also Bereicherung, alles ist, sind das keine akzeptablen Variablen. Lieber laufen wir mit offenem Visier in eine Schlacht und reden uns ein, dass wir diese schon gewinnen, weil wir kein anderes Ergebnis dulden, erlauben und natürlich schon gar nicht erwarten. Gesetz dem zur Bankenkrise kreierten Motto – zu Groß, um zu fallen – ist ein Scheitern unsererseits ausgeschlossen.&#xA;&#xA;Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall, offenbart aber einen weiteren Schwachpunkt in unserem Denken: Begrenztheit. Die Krux dabei ist, dass selbige zugleich dafür sorgt, nicht entdeckt zu werden. Außer in ihrem stofflichen Pendant, dem Leben, weshalb dessen unausweichliche Grenze uns zu maximalen Ausschweifungen verleitet. Verstärkt von der Ungewissheit über den Zeitpunkt des Erreichens. Deshalb ist sich jeder selbst der nächste. Warum sollte man den Genuss des eigenen Lebens danach ausrichten, wie sich selbiges zukünftig auswirkt? Jede Generation musste mit den vorhandenen Gegebenheiten zurechtkommen und konnte sich die nicht aussuchen, also müssen kommende Generationen mit dem zufrieden sein, was ihnen hinterlassen wird.&#xA;&#xA;Was bei unseren Vorfahren dem nackten Überleben diente, hat sich zur Manie entwickelt: Macht. Sich einer Übermacht bemächtigen, drückt unser tägliches Bestreben auf beängstigend eindrucksvolle Weise aus. So offensichtlich, wie unerkannt. Sichtbar nur für wenige, die nicht unter dieser Knechtschaft stehen. Dabei ist unser Horten einzig ein Umverteilen. Was einer erhält wurde woanders weggenommen. Nur weil wir in digitalen Zeiten fiktives Geld generieren, steht dem kein ausgleichender Wert gegenüber. Wir haben lediglich unseren alten Traum, Blei in Gold verwandeln, in neuzeitliche Form gegossen.&#xA;&#xA;Überheblich sehen wir darüber hinweg, dass sämtliche Faktoren exponentielle Steigerungen aufweisen. Wer die Zusammenhänge erfassen kann, versucht seine Vorteile daraus zu ziehen, was in der Regel ein weiteres Anheizen der fatalen Entwicklung bedeutet. Der überschaubare Zeitrahmen eines jeden Lebens, in Verbindung mit wachsenden Fähigkeiten der zur Seite stehenden Hilfsmittel, nähren einzig unsere Gier. Die Gier nach immer mehr, um sich über den Rest zu erheben. Langfristiges und/oder soziales Denken bremsen oder negieren gar derartiges Bestreben, weshalb sie geächtet werden.&#xA;&#xA;Anno dazumal diente die Einführung eines Zahlungsmittels lediglich der Erleichterung des herrschenden Geschäftsprinzips. Der Tauschhandel war sicherlich wenig komfortabel und mit allerlei Widrigkeiten besetzt, aber es waren zumindest reelle Werte beteiligt. Über die Jahrhunderte wurden diese papierenen Scheine nicht nur immer weiter in ihrem Erscheinungsbild verfeinert, sondern ihrer Existenz immer mehr Gewicht verliehen. Spätestens mit Beginn des Industrie-Zeitalters, Ende des 19. Jahrhunderts, rückte Geld in den Mittelpunkt. Wie schnell und wie stark wir uns davon abhängig machten, zeigte sich bereits im Oktober 1929, als die New Yorker Börse zusammenbrach und eine Weltwirtschaftskrise auslöste, die erst 1932 ihren Tiefpunkt erreichte. Inzwischen haben wir Geld zur Gottheit erhoben und ihm unsere Existenz zu Füßen gelegt.&#xA;&#xA;Nach wie vor benötigt das immaterielle Zahlungsmittel einen materiellen Gegenwert. 50 Euro in der Hand sind nur buntes Papier. Erst an der Kasse im Supermarkt verwandelt es sich in ein wertvolles Guthaben. Dies ist auch die Dimension, in welcher die Masse der Menschen das Zusammenspiel erfassen kann. Das eigentliche Geschehen ist dagegen eine diffuse Welt, deren Dominanz nur dann wahrgenommen wird, wenn es dort zu Komplikationen kommt.&#xA;&#xA;Nichtsdestotrotz benötigt die Scheinwelt materielle Inhalte zum Nachweis ihrer Existenz und Feststellung ihrer Wertigkeit. Arbeitsleistung gehört zwar dazu, ist aber einer der lästigen Faktoren, weshalb ständig an dessen Minimierung gefeilt wird. In der Hauptsache markiert immer noch Besitz den tatsächlichen Stellenwert. Diese materiellen Gegenstücke können Ressourcen oder Produkte aus selbigen sein und haben deswegen eines gemeinsam: sie sind begrenzt. Denn dieser Planet ist alles, was uns zur Verfügung steht. Alles, aus dem wir schöpfen können.&#xA;&#xA;Unsere bisherige Entwicklung zieht daher folgenschwere Konsequenzen nach sich, denn an ihrem Ende kann nur totale, komplette Ausbeutung stehen. Das fatale ist nun, dass wir dieses zwar wissen, es unsere animalischen Triebe aber nicht zulassen, daraus andere Handlungsweisen abzuleiten. Die Redewendung, nach mir die Sintflut, verbildlicht unseren Standpunkt. Wir pflanzen uns fort, weil uns unsere Gene mehr oder weniger dazu zwingen. Jedoch hat sich in der kurzen Zeitspanne unserer Existenz die Einstellung dazu grundlegend geändert, ist bislang nur noch nicht in unser Bewusstsein vorgedrungen. Während alles Lebendige seine Art erhalten will, reden wir uns diese Verpflichtung schön und erschaffen zusätzliche böse Geister in unseren Köpfen. Das ebenfalls genetisch programmierte Potential zur Dominanz hat sich inzwischen an die Spitze unseres Baukastens gesetzt. Im Gefolge der damit verbundenen Herrschaftsallüren reist der Neid. Dieser richtet sich auf alles und kennt dabei keine Verwandtschaft. Denn würde wir Nachsicht durch Voraussicht üben, können wir im eigenen Leben nicht die penetrant drängende Raffgier befriedigen. Das erzeugt einen inneren Druck, dessen Ventil bevorzugt Aggressionen sind, weil deren plumpe Struktur viel gespeicherte Energie abgeben kann.&#xA;&#xA;Gnadenlos beuten wir alles aus, weil wir nur uns selbst alles gönnen. Nicht mal unseren eigenen Kindern und sind zugleich unfähig, dieses einzugestehen. Wir sträuben uns gegen diese Sichtweise, was vielleicht verständlich, aber gleichfalls dumm ist. Im erweiterten bzw. indirektem Sinne sind wir Kannibalen. Das will natürlich niemand hören. Ebenso bestreiten wir vehement, auf einen kollektiven Genozid hinzusteuern. Wir blenden Abträgliches aus und erlauben nur Wohlgefälliges den Einlass in unseren Wahrnehmungsbereich. Mit unserem widersinnigen Verhalten schaffen wir ein Ungleichgewicht und gefährden damit sämtliches Leben – unseres inbegriffen.&#xA;&#xA;Ergänzende Lektüre:&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/vor-dem-abgrund-beschleunigt&#34; target=&#34;blank&#34;Vor dem Abgrund beschleunigt/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4632933&#34; target=&#34;blank&#34;Verbrannte Erde - ein Kontinent in Aufruhr/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4622650&#34; target=&#34;blank&#34;Der Klima-Krieg/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4621769&#34; target=&#34;blank&#34;Verbrannte Erde im Murdoch-Land/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/die-ignorierte-katastrophe-2&#34; target=&#34;blank&#34;Die ignorierte Katastrophe/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/fast-schon-zu-spat&#34; target=&#34;blank&#34;Fast schon zu spät/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://amerika21.de/2019/11/234758/brasilien-abholzung-amazonas&#34; target=&#34;blank&#34;Brasilien: Abholzung im Amazonasgebiet auf höchstem Wert seit zehn Jahren/a (amerika21)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4310005&#34; target=&#34;blank&#34;Noch eine Öko-Krise - und keiner merkt es/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/eine-minute-vor-zwolf&#34; target=&#34;blank&#34;Eine Minute vor zwölf/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4287174&#34; target=&#34;blank&#34;Atomwaffen-Politik unter Trump: New Nukes, for no Good Reason/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4250427&#34; target=&#34;blank&#34;Klimaforscher: &#34;Wir fahren diesen Planeten gerade an die Wand&#34;/a (Heise)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4248603&#34; target=&#34;blank&#34;Klimaschutz: Was geschehen müsste/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4235265&#34; target=&#34;blank&#34;Hitze: &#34;Zehntausende Tote&#34; durch Klimawandel in den USA/a (Heise)&#xA;a href=&#34;https://www.spektrum.de/news/atomkrieg-ist-eine-dumme-idee/1571614&#34; target=&#34;blank&#34;Atomkrieg ist eine dumme Idee/a (Spektrum)&#xA;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobilclimatechangecontroversy&#34; target=&#34;blank&#34;ExxonMobil climate change controversy/a (Wikipedia | engl.)&#xA;a href=&#34;https://exxonknew.org/&#34; target=&#34;_blank&#34;Exxon knew about climate change half a century ago./a (engl.)&#xA;&#xA;#Ausbeutung #Dominanz #Egomanie #Gier #Heiligtum #Profit&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Was für sich bereits besorgniserregend klingt, vervielfacht sich durch den Umstand, diesen weniger aktiv, als durch Passivität herbeizuführen. Lethargische Ignoranz macht jeden automatisch zum Mittäter eines globalen Mordanschlags, von dem man dummerweise auch selbst betroffen ist.</p>

<p>Dieser Selbstbetrug geht so weit, dass wir den vollbesetzten Karren mit voller Wucht gegen die Wand zu fahren drohen und trotzdem wird es nicht (an)erkannt, klein geredet, komplett ignoriert oder gleich ganz abgelehnt und verweigert. Mahner und Aufklärer werden zu Feinden. Sämtliche Indizien und Beweise werden abgetan, notfalls verdreht und als Panikmache abgestraft. Was von der Warte her verständlich ist, da jedes Anerkenntnis im selben Atemzug ein Bekenntnis zu Veränderungen ist, die entgegen anerzogenen Bestrebungen stehen. Wer will schon seine Komfortzone verlassen? </p>

<p>Darum blenden wir aus der jeden Tag über uns hereinbrechenden, gigantischen Informationsflut alles aus, was dem eigenen Wohlbefinden widerspricht. Die vermeintliche Wahrheit wird selektiert, hingebogen und zurechtgerückt. Wir verweigern uns den schlechter werdenden Bedingungen und akzeptieren nicht, selbst dafür verantwortlich zu sein. Deshalb schieben wir die Schuld lauthals anderen in die Schuhe und fordern diese auf, mit einem magischen Schalter alles neu zu gestalten. Denn diktieren uns die eingebrockten Umstände eine ungewohnte Verhaltensweise, sträuben wir uns reflexartig dagegen, womit wir die Umstände weiter verschlimmern.</p>

<p>Absurderweise lehnt sich niemand gegen die Diktatur von Google, Amazon und Facebook auf, weil es am Begreifen mangelt. Zudem sind die gebotenen Möglichkeiten viel zu verlockend, als sie infrage zustellen. Beim ausufernden Überwachen und Ausspionieren durch Wirtschaft und Staat wird nur das staatliche Begehren mit Gebell quittiert, letztlich aber genervt hingenommen. Niemand will auf die schönen neuen Bequemlichkeiten verzichten und bewahrt sich mit verdrehten Argumenten seinen Rausch.</p>

<p>Wir setzen die Prioritäten falsch, indem wir uns über alles erheben und die eigene Befriedung voran stellen. Mag das für unsere steinzeitlichen Vorfahren noch überlebensnotwendig gewesen sein, haben wir uns von damaligen Lebensverhältnissen meilenweit entfernt – mit Ausnahme unseres Denkens, das von seinen Herrschafts- und Machtgelüsten nicht lassen kann. Erstaunlicherweise passt es sich den jeweiligen Bedingungen an, verweigert sich aber jeder Weiterentwicklung – es lernt nicht dazu.</p>

<p>Eine Folge davon ist, dass wir Tatsachen (ein)fordern. Jedoch lassen sich Natur und Klima nicht in Stein meißeln. Wir können nicht mal erfassen, dass der Boden unter unseren Füßen ständig in Bewegung ist. Selbst in Regionen, die die Kräfte von Erdbeben und/oder Vulkanausbrüchen unmittelbar zu spüren bekommen, wird versucht die Monster zu zähmen, als nachzugeben.</p>

<p>Wir hadern mit dem Makel, nicht in die Zukunft sehen zu können, was unsere größte Sehnsucht ist. Allerdings haben wir damit unser bestes, geduldigstes und unerschöpflichste Opfer gefunden, wo all unsere Schuld abgeladen werden kann. Gesicherte Prognosen über Auswirkungen unseres Handels sind nicht seriös zu erstellen, sonst würden wir höchstwahrscheinlich vollkommen anders leben. Anzunehmen ist, dass sich unsere gesamte Entwicklung anders gestaltet hätte.</p>

<p>Was wir hingegen schon immer konnten und sich über die Evolution hinweg verbessert und verfeinert hat, sind Zeichen zu deuten und Schlüsse daraus zu ziehen. Wobei jegliche Zeichen unserem Erfahrungsschatz und Wissen entspringen, dementsprechend ständig zunehmen. Inzwischen sind die auf die digitale Welt übertragenden Algorithmen fähig unser Handeln vorherzusehen und/oder die Umgebung diesem anzupassen, um uns andernfalls sachte in gewünschte Richtungen zu leiten.</p>

<p>Nur unsere Arroganz verweigert jede Erkenntnis, weil sich im Laufe unserer Entwicklung fest in unseren Gehirnwindungen eingebrannt hat, dass Wahrheiten bitter und eklig schmecken. Zudem verlangen sie uns regelmäßig Einschränkungen und Verzicht ab. In Zeiten, wo Profit, also Bereicherung, alles ist, sind das keine akzeptablen Variablen. Lieber laufen wir mit offenem Visier in eine Schlacht und reden uns ein, dass wir diese schon gewinnen, weil wir kein anderes Ergebnis dulden, erlauben und natürlich schon gar nicht erwarten. Gesetz dem zur Bankenkrise kreierten Motto – zu Groß, um zu fallen – ist ein Scheitern unsererseits ausgeschlossen.</p>

<p>Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall, offenbart aber einen weiteren Schwachpunkt in unserem Denken: Begrenztheit. Die Krux dabei ist, dass selbige zugleich dafür sorgt, nicht entdeckt zu werden. Außer in ihrem stofflichen Pendant, dem Leben, weshalb dessen unausweichliche Grenze uns zu maximalen Ausschweifungen verleitet. Verstärkt von der Ungewissheit über den Zeitpunkt des Erreichens. Deshalb ist sich jeder selbst der nächste. Warum sollte man den Genuss des eigenen Lebens danach ausrichten, wie sich selbiges zukünftig auswirkt? Jede Generation musste mit den vorhandenen Gegebenheiten zurechtkommen und konnte sich die nicht aussuchen, also müssen kommende Generationen mit dem zufrieden sein, was ihnen hinterlassen wird.</p>

<p>Was bei unseren Vorfahren dem nackten Überleben diente, hat sich zur Manie entwickelt: Macht. Sich einer Übermacht bemächtigen, drückt unser tägliches Bestreben auf beängstigend eindrucksvolle Weise aus. So offensichtlich, wie unerkannt. Sichtbar nur für wenige, die nicht unter dieser Knechtschaft stehen. Dabei ist unser Horten einzig ein Umverteilen. Was einer erhält wurde woanders weggenommen. Nur weil wir in digitalen Zeiten fiktives Geld generieren, steht dem kein ausgleichender Wert gegenüber. Wir haben lediglich unseren alten Traum, Blei in Gold verwandeln, in neuzeitliche Form gegossen.</p>

<p>Überheblich sehen wir darüber hinweg, dass sämtliche Faktoren exponentielle Steigerungen aufweisen. Wer die Zusammenhänge erfassen kann, versucht seine Vorteile daraus zu ziehen, was in der Regel ein weiteres Anheizen der fatalen Entwicklung bedeutet. Der überschaubare Zeitrahmen eines jeden Lebens, in Verbindung mit wachsenden Fähigkeiten der zur Seite stehenden Hilfsmittel, nähren einzig unsere Gier. Die Gier nach immer mehr, um sich über den Rest zu erheben. Langfristiges und/oder soziales Denken bremsen oder negieren gar derartiges Bestreben, weshalb sie geächtet werden.</p>

<p>Anno dazumal diente die Einführung eines Zahlungsmittels lediglich der Erleichterung des herrschenden Geschäftsprinzips. Der Tauschhandel war sicherlich wenig komfortabel und mit allerlei Widrigkeiten besetzt, aber es waren zumindest reelle Werte beteiligt. Über die Jahrhunderte wurden diese papierenen Scheine nicht nur immer weiter in ihrem Erscheinungsbild verfeinert, sondern ihrer Existenz immer mehr Gewicht verliehen. Spätestens mit Beginn des Industrie-Zeitalters, Ende des 19. Jahrhunderts, rückte Geld in den Mittelpunkt. Wie schnell und wie stark wir uns davon abhängig machten, zeigte sich bereits im Oktober 1929, als die New Yorker Börse zusammenbrach und eine Weltwirtschaftskrise auslöste, die erst 1932 ihren Tiefpunkt erreichte. Inzwischen haben wir Geld zur Gottheit erhoben und ihm unsere Existenz zu Füßen gelegt.</p>

<p>Nach wie vor benötigt das immaterielle Zahlungsmittel einen materiellen Gegenwert. 50 Euro in der Hand sind nur buntes Papier. Erst an der Kasse im Supermarkt verwandelt es sich in ein wertvolles Guthaben. Dies ist auch die Dimension, in welcher die Masse der Menschen das Zusammenspiel erfassen kann. Das eigentliche Geschehen ist dagegen eine diffuse Welt, deren Dominanz nur dann wahrgenommen wird, wenn es dort zu Komplikationen kommt.</p>

<p>Nichtsdestotrotz benötigt die Scheinwelt materielle Inhalte zum Nachweis ihrer Existenz und Feststellung ihrer Wertigkeit. Arbeitsleistung gehört zwar dazu, ist aber einer der lästigen Faktoren, weshalb ständig an dessen Minimierung gefeilt wird. In der Hauptsache markiert immer noch Besitz den tatsächlichen Stellenwert. Diese materiellen Gegenstücke können Ressourcen oder Produkte aus selbigen sein und haben deswegen eines gemeinsam: sie sind begrenzt. Denn dieser Planet ist alles, was uns zur Verfügung steht. Alles, aus dem wir schöpfen können.</p>

<p>Unsere bisherige Entwicklung zieht daher folgenschwere Konsequenzen nach sich, denn an ihrem Ende kann nur totale, komplette Ausbeutung stehen. Das fatale ist nun, dass wir dieses zwar wissen, es unsere animalischen Triebe aber nicht zulassen, daraus andere Handlungsweisen abzuleiten. Die Redewendung, <em>nach mir die Sintflut</em>, verbildlicht unseren Standpunkt. Wir pflanzen uns fort, weil uns unsere Gene mehr oder weniger dazu zwingen. Jedoch hat sich in der kurzen Zeitspanne unserer Existenz die Einstellung dazu grundlegend geändert, ist bislang nur noch nicht in unser Bewusstsein vorgedrungen. Während alles Lebendige seine Art erhalten will, reden wir uns diese Verpflichtung schön und erschaffen zusätzliche böse Geister in unseren Köpfen. Das ebenfalls genetisch programmierte Potential zur Dominanz hat sich inzwischen an die Spitze unseres Baukastens gesetzt. Im Gefolge der damit verbundenen Herrschaftsallüren reist der Neid. Dieser richtet sich auf alles und kennt dabei keine Verwandtschaft. Denn würde wir Nachsicht durch Voraussicht üben, können wir im eigenen Leben nicht die penetrant drängende Raffgier befriedigen. Das erzeugt einen inneren Druck, dessen Ventil bevorzugt Aggressionen sind, weil deren plumpe Struktur viel gespeicherte Energie abgeben kann.</p>

<p>Gnadenlos beuten wir alles aus, weil wir nur uns selbst alles gönnen. Nicht mal unseren eigenen Kindern und sind zugleich unfähig, dieses einzugestehen. Wir sträuben uns gegen diese Sichtweise, was vielleicht verständlich, aber gleichfalls dumm ist. Im erweiterten bzw. indirektem Sinne sind wir Kannibalen. Das will natürlich niemand hören. Ebenso bestreiten wir vehement, auf einen kollektiven Genozid hinzusteuern. Wir blenden Abträgliches aus und erlauben nur Wohlgefälliges den Einlass in unseren Wahrnehmungsbereich. Mit unserem widersinnigen Verhalten schaffen wir ein Ungleichgewicht und gefährden damit sämtliches Leben – unseres inbegriffen.</p>

<p><strong>Ergänzende Lektüre:</strong></p>
<ul><li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/vor-dem-abgrund-beschleunigt" target="_blank" rel="nofollow noopener">Vor dem Abgrund beschleunigt</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4632933" target="_blank" rel="nofollow noopener">Verbrannte Erde – ein Kontinent in Aufruhr</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4622650" target="_blank" rel="nofollow noopener">Der Klima-Krieg</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4621769" target="_blank" rel="nofollow noopener">Verbrannte Erde im Murdoch-Land</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-ignorierte-katastrophe-2" target="_blank" rel="nofollow noopener">Die ignorierte Katastrophe</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/fast-schon-zu-spat" target="_blank" rel="nofollow noopener">Fast schon zu spät</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://amerika21.de/2019/11/234758/brasilien-abholzung-amazonas" target="_blank" rel="nofollow noopener">Brasilien: Abholzung im Amazonasgebiet auf höchstem Wert seit zehn Jahren</a> (amerika21)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4310005" target="_blank" rel="nofollow noopener">Noch eine Öko-Krise – und keiner merkt es</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/eine-minute-vor-zwolf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Eine Minute vor zwölf</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4287174" target="_blank" rel="nofollow noopener">Atomwaffen-Politik unter Trump: New Nukes, for no Good Reason</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4250427" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klimaforscher: “Wir fahren diesen Planeten gerade an die Wand”</a> (Heise)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4248603" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klimaschutz: Was geschehen müsste</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4235265" target="_blank" rel="nofollow noopener">Hitze: “Zehntausende Tote” durch Klimawandel in den USA</a> (Heise)</li>
<li><a href="https://www.spektrum.de/news/atomkrieg-ist-eine-dumme-idee/1571614" target="_blank" rel="nofollow noopener">Atomkrieg ist eine dumme Idee</a> (Spektrum)</li>
<li><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobil_climate_change_controversy" target="_blank" rel="nofollow noopener">ExxonMobil climate change controversy</a> (Wikipedia | engl.)</li>
<li><a href="https://exxonknew.org/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Exxon knew about climate change half a century ago.</a> (engl.)</li></ul>

<p><a href="/umdenken/tag:Ausbeutung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ausbeutung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Dominanz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Dominanz</span></a> <a href="/umdenken/tag:Egomanie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Egomanie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Heiligtum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Heiligtum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/global-suicide" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/globaler-selbstmord</guid>
      <pubDate>Tue, 28 Jan 2020 12:05:41 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (4)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-4</link>
      <description>&lt;![CDATA[Bereits seit den 1980er Jahren wird vor einem Klimawandel und seinen Folgen gewarnt. Der Öl-Gigant Exxon wusste durch eine selbst beauftragte Studie seit Beginn der 1970er Jahre von den negativen Auswirkungen seiner Industriesparte. Was hat Politik diesbezüglich unternommen? Sie ebnete konsequent jeden Weg, der dazu beitrug, den Raubbau des Planten zu beschleunigen und zu intensivieren! Angesichts der inzwischen unausweichlichen Folgen, fühlten sich Regierungen erst durch eine stetig wachsende Jugendbewegung bemüßigt, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Geplante Maßnahmen zielen auf Wirksamkeit in den Jahren 2030 bis 2050, also spät genug, dass es sich nicht auf die politische bzw. anschließend wirtschaftliche Karriere der verantwortlichen Politiker\*innen auswirkt. Bis zu 70 Jahre seit Kenntnisnahme nicht nur verschenkt, sondern alles erheblich verschlimmert. Statt mit 300 Sachen den Karren frontal gegen die Wand zu fahren, wird auf 290 verlangsamt. Was für eine Perversion von Absichten!&#xA;&#xA;a href=&#34;https://exxonknew.org/&#34; target=&#34;blank&#34;Exxon knew about climate change half a century ago/a&#xA;&#xA;a href=&#34;https://spiegel.de/spiegel/print/d-13519133.html&#34; target=&#34;blank&#34;Das Weltklima gerät aus den Fugen/a | Spiegel 33/1986&#xA;&#xA;#Asozial #Entfesselt #Gewissenlos #Gier #Irrsinn #Klima #Kriminell #Maßlos #Neoliberalismus #Umwelt #Unfähig #Verantwortungslos #Weltweit #Zerfall #Zukunft&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits seit den 1980er Jahren wird vor einem Klimawandel und seinen Folgen gewarnt. Der Öl-Gigant <strong>Exxon</strong> wusste durch eine selbst beauftragte Studie seit Beginn der 1970er Jahre von den negativen Auswirkungen seiner Industriesparte. Was hat Politik diesbezüglich unternommen? Sie ebnete konsequent jeden Weg, der dazu beitrug, den Raubbau des Planten zu beschleunigen und zu intensivieren! Angesichts der inzwischen unausweichlichen Folgen, fühlten sich Regierungen erst durch eine stetig wachsende Jugendbewegung bemüßigt, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Geplante Maßnahmen zielen auf Wirksamkeit in den Jahren 2030 bis 2050, also spät genug, dass es sich nicht auf die politische bzw. anschließend wirtschaftliche Karriere der verantwortlichen Politiker*innen auswirkt. Bis zu 70 Jahre seit Kenntnisnahme nicht nur verschenkt, sondern alles erheblich verschlimmert. Statt mit 300 Sachen den Karren frontal gegen die Wand zu fahren, wird auf 290 verlangsamt. Was für eine Perversion von Absichten!</p>

<p><a href="https://exxonknew.org/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Exxon knew about climate change half a century ago</a></p>

<p><a href="https://spiegel.de/spiegel/print/d-13519133.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Das Weltklima gerät aus den Fugen</a> | Spiegel 33/1986</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Asozial" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Asozial</span></a> <a href="/umdenken/tag:Entfesselt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Entfesselt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewissenlos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewissenlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Irrsinn" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Irrsinn</span></a> <a href="/umdenken/tag:Klima" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Klima</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Ma%C3%9Flos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Maßlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Neoliberalismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Neoliberalismus</span></a> <a href="/umdenken/tag:Umwelt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Umwelt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Unf%C3%A4hig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Unfähig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verantwortungslos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verantwortungslos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Weltweit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Weltweit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zukunft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zukunft</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-perversion-of-intentions-4" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-4</guid>
      <pubDate>Wed, 25 Sep 2019 20:42:13 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Totalitäre Welt</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/totalitaere-welt</link>
      <description>&lt;![CDATA[Überall unterdrücken Machthaber immer stärker ihr Volk. In unterschiedlichen Ausprägungen, aber unübersehbar. Erst gebären sie sich als ersehnter Erlöser und Menschenfreund, um nach erfolgreicher Wahl die hinterm Rücken versteckten Knüppel hervorzuholen. Mit Knechtschaft und einseitigen Umverteilungen überziehen sie ihr Land, nur gefeiert von den unterwürfigen Anhängern, die hoffen von den Vorteilen zu profitieren. Doch wer Gewalt sät, erntet Gewalt. Gewissenlos treibt das Unwesen Aggressivität seine hässlichen Klauen in die Gesellschaft und weidet sich am angerichteten Schaden. Warum? !--more--&#xA;&#xA;Es einfach als Machtgeilheit abtun, wird den Entwicklungen nicht mehr gerecht. Vielmehr driften Fortschritt und Verhalten auseinander. Je hoch technisierter ersteres wird, umso primitiver wird letzteres. Längst überwunden geglaubte Instinkte drängeln sich aus den Tiefen unserer Evolution bis zur ersten Reihe vor. Mühsam aufgebaute Werte und Umgangsweisen, die ihrem Ursprung nach als menschlich bezeichnet wurden, werden gnadenlos verjagt.&#xA;&#xA;Gerade jetzt, wo Rufe nach mehr Gleichheit und Fürsorge lauter werden, scheinen diese bei anders denkenden Verlustängste anzustacheln. Können Verlust und Angst für sich allein schon emotional herausfordernd sein, kippt ihre Verbindung schnell ins Unerträgliche. Reflexartig werden Gegenmaßnahmen aktiviert. Jeder Besitz muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Rechtmäßigkeit steht dabei nicht zur Debatte, weil uns, unserem Anspruch nach, stets alles für unser Wohlergehen zusteht. Wer dies bedroht, wird bekämpft. Selbst wenn es der Nachbar ist, mit dem man immer gut ausgekommen ist. Beim Kampf um die Pfründe gibt es keine Freunde, nur Feinde.&#xA;&#xA;Weltweit fallende Schranken missfallen den Mächtigen zusehends. Erst zwingen sie uns die Globalisierung auf und stellen jetzt überrascht fest, welch harten Bandagen hier im Einsatz sind und das die eigenen Spieler vermehrt ins Hintertreffen geraten. Im Krieg der Profite werden keine Gefangenen gemacht, sondern vernichtet, was sich in den Weg stellt. Wie sich die Kräfte auf der Welt verteilen, ist leicht auszumachen. Doch statt nach fortschrittlichen Lösungen zu suchen, wird niederen Instinkten nachgegeben und die Krallen ausgefahren.&#xA;&#xA;Gegen diese Aktivierung ist nur gefeit, wer sich als Gegner positioniert. Wer für eine offene und friedliche Welt eintritt, ist ein ausgemachter Feind. Wer darüber hinaus an zukünftige Generationen denkt und entsprechend umsichtig handelt, also die eigene Vorteilsnahme verrät, muss mit ernsthaften Komplikationen für sein Leben zu rechnen. Je mehr sich weltoffene Menschen bemerkbar machen, desto nervöser wird die Gegenseite und verstärkt ihre Verteidigungsmaßnahmen. Während erstere sich um alle sorgen, kümmert letztere nur sich selbst.&#xA;&#xA;Wie leicht vermeintlich bequeme Strukturen entfacht werden, zeigt sich in der jetzt schon bestehenden Überzahl. Regierungsfürsten brauchen keine komplizierten Ansprüche mehr formulieren, sondern nur die richtigen Knöpfe drücken. Diskriminieren, beherrschen, unterdrücken und abgrenzen sind eine schlichte Sprache, die jeder versteht. Natürlich ist dabei stets nur eine Sichtweise gemeint: von einem selbst aus – für mich alles, für die anderen nichts. Das gilt auch untereinander, weshalb sich allerorten die Menschen entzweien.&#xA;&#xA;Global wurde ein gefährlicher Kurs eingeschlagen, dessen Auswirkungen unmissverständliche Anzeichen vor sich herschiebt. Fasziniert jagen wir technische Entwicklungen von Höhepunkt zu Höhepunkt, ohne die unterschwellige Gefahr zu begreifen. Arrogant halten wir am Dogma fest, alles beherrschen zu können. Unvermindert lassen wir uns die Maxime diktieren, Wirtschaft muss unbegrenzt wachsen, ohne dies zu hinterfragen. Offenkundigen Unwahrheiten wird geglaubt, wenn sie die zuvor eingeredeten Bedrohungen stützen.&#xA;&#xA;Diktatur und Sklaverei sind auf dem Vormarsch, auch wenn sorgsam vermieden wird, diese so zu bezeichnen. Es geht nur noch darum, auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen.&#xA;&#xA;Die politischen Mächtigen schüren diesen Verteilungskampf, einzig darauf bedacht nicht unter die eigenen Räder zu geraten. Damit sie nicht untergehen, wetzen sie ihre Messer. Weil sie sich natürlich nicht selbst die Hände dreckig machen, hetzen sie ihr Volk auf und streuen zerstörerischen Hass über sie. Form und Dosierung sind dabei völlig egal, Hauptsache es zeigt Wirkung.&#xA;&#xA;Der Erfolg dieser Entwicklung liegt im Erfolg seiner Ursache: Friedlicher Wohlstand frisst seine Kinder. Der Mensch ist mit der selbst geschaffenen Komplexität überfordert und sehnt sich nach vereinfachten Strukturen. Von ihm selbst angezettelt, wird er Opfer der eigenen Heiligkeit. Jedoch übersteigen die Zusammenhänge alle, denen eigenes Denken inzwischen über den Kopf gewachsen ist. Gewalt gründet sich dann aus dem Frust, mit den eigenen, inneren Konflikten nicht umgehen zu können.&#xA;&#xA;Die schlichte Tatsache, dass wir alle Menschen gleich und unsere grundlegenden Bedürfnisse identisch sind, macht totalitäre Herrschaftsgelüste unmöglich und wird daher erfolgreich ausgetrieben.&#xA;&#xA;Die größte Gefahr verbirgt sich im aufgenommenen Schwung, der sich aus den erzeugten Reibungen nährt. Diesen zu stoppen wird zunehmend aussichtsloser. Konstruktive Gegenbewegungen, wie zum Beispiel \#FridaysForFuture, vertiefen unbeabsichtigt die Gräben. Die dafür notwendigen Veränderungen übersteigen die Vorstellungskräfte verwurzelter und verhärteten Ideologien. Eine Umsetzung würde die Hölle bedeuten, was deshalb mit allen Mitteln verhindert wird. Würde auch die eigenen Kleingeistigkeit bestritten werden, fehlt es dafür bereits am Erkenntnisvermögen.&#xA;&#xA;Was in den stattfindenden Prozessen nur schwer auszumachen ist, sind die Schwachstellen die mit der umfassendsten Macht: Politiker\*innen. Sie haben durch Schlammschlachten gegen ihresgleichen jeglichen Hemmschwellen den Garaus gemacht und einen rüden Umgang miteinander etabliert. Gerade deswegen finden populistische Schreihälse am meisten Gehör. Auf absurde Weise nährt es ein Paradoxon: den Ruf nach einer starken Führungshand.&#xA;&#xA;Lösungen lägen offen auf der Hand, besinne man sich der innewohnenden Vernunft, anstelle sich diese stehlen zu lassen. Jedoch schwingt sich Töten zur ultimativen Befriedigung, zum maximalen Reiz, als Gipfel der Macht auf, womit unsere Besonderheit nichts weiter als eine Lüge, eine Selbsttäuschung ist: Menschlichkeit.&#xA;&#xA;Vermutlich wird Evolution es richten. Dass diese von schmerzhaften Lehren begleitet ist, gehört womöglich unlösbar zusammen.&#xA;&#xA;Wir können anders. Bedauerlicherweise haben wir die Reife dafür noch nicht erreicht.&#xA;&#xA;#Ängste #Diktatur #Gesellschaft #Gewalt #Gier #Kontrolle #Macht #Spaltung #Weltweit #Werte #Zerfall&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Überall unterdrücken Machthaber immer stärker ihr Volk. In unterschiedlichen Ausprägungen, aber unübersehbar. Erst gebären sie sich als ersehnter Erlöser und Menschenfreund, um nach erfolgreicher Wahl die hinterm Rücken versteckten Knüppel hervorzuholen. Mit Knechtschaft und einseitigen Umverteilungen überziehen sie ihr Land, nur gefeiert von den unterwürfigen Anhängern, die hoffen von den Vorteilen zu profitieren. Doch wer Gewalt sät, erntet Gewalt. Gewissenlos treibt das Unwesen Aggressivität seine hässlichen Klauen in die Gesellschaft und weidet sich am angerichteten Schaden. Warum? </p>

<p>Es einfach als Machtgeilheit abtun, wird den Entwicklungen nicht mehr gerecht. Vielmehr driften Fortschritt und Verhalten auseinander. Je hoch technisierter ersteres wird, umso primitiver wird letzteres. Längst überwunden geglaubte Instinkte drängeln sich aus den Tiefen unserer Evolution bis zur ersten Reihe vor. Mühsam aufgebaute Werte und Umgangsweisen, die ihrem Ursprung nach als menschlich bezeichnet wurden, werden gnadenlos verjagt.</p>

<p>Gerade jetzt, wo Rufe nach mehr Gleichheit und Fürsorge lauter werden, scheinen diese bei anders denkenden Verlustängste anzustacheln. Können Verlust und Angst für sich allein schon emotional herausfordernd sein, kippt ihre Verbindung schnell ins Unerträgliche. Reflexartig werden Gegenmaßnahmen aktiviert. Jeder Besitz muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Rechtmäßigkeit steht dabei nicht zur Debatte, weil uns, unserem Anspruch nach, stets alles für unser Wohlergehen zusteht. Wer dies bedroht, wird bekämpft. Selbst wenn es der Nachbar ist, mit dem man immer gut ausgekommen ist. Beim Kampf um die Pfründe gibt es keine Freunde, nur Feinde.</p>

<p>Weltweit fallende Schranken missfallen den Mächtigen zusehends. Erst zwingen sie uns die Globalisierung auf und stellen jetzt überrascht fest, welch harten Bandagen hier im Einsatz sind und das die eigenen Spieler vermehrt ins Hintertreffen geraten. Im Krieg der Profite werden keine Gefangenen gemacht, sondern vernichtet, was sich in den Weg stellt. Wie sich die Kräfte auf der Welt verteilen, ist leicht auszumachen. Doch statt nach fortschrittlichen Lösungen zu suchen, wird niederen Instinkten nachgegeben und die Krallen ausgefahren.</p>

<p>Gegen diese Aktivierung ist nur gefeit, wer sich als Gegner positioniert. Wer für eine offene und friedliche Welt eintritt, ist ein ausgemachter Feind. Wer darüber hinaus an zukünftige Generationen denkt und entsprechend umsichtig handelt, also die eigene Vorteilsnahme verrät, muss mit ernsthaften Komplikationen für sein Leben zu rechnen. Je mehr sich weltoffene Menschen bemerkbar machen, desto nervöser wird die Gegenseite und verstärkt ihre Verteidigungsmaßnahmen. Während erstere sich um alle sorgen, kümmert letztere nur sich selbst.</p>

<p>Wie leicht vermeintlich bequeme Strukturen entfacht werden, zeigt sich in der jetzt schon bestehenden Überzahl. Regierungsfürsten brauchen keine komplizierten Ansprüche mehr formulieren, sondern nur die richtigen Knöpfe drücken. Diskriminieren, beherrschen, unterdrücken und abgrenzen sind eine schlichte Sprache, die jeder versteht. Natürlich ist dabei stets nur eine Sichtweise gemeint: von einem selbst aus – <em>für mich alles, für die anderen nichts</em>. Das gilt auch untereinander, weshalb sich allerorten die Menschen entzweien.</p>

<p>Global wurde ein gefährlicher Kurs eingeschlagen, dessen Auswirkungen unmissverständliche Anzeichen vor sich herschiebt. Fasziniert jagen wir technische Entwicklungen von Höhepunkt zu Höhepunkt, ohne die unterschwellige Gefahr zu begreifen. Arrogant halten wir am Dogma fest, alles beherrschen zu können. Unvermindert lassen wir uns die Maxime diktieren, Wirtschaft muss unbegrenzt wachsen, ohne dies zu hinterfragen. Offenkundigen Unwahrheiten wird geglaubt, wenn sie die zuvor eingeredeten Bedrohungen stützen.</p>

<p>Diktatur und Sklaverei sind auf dem Vormarsch, auch wenn sorgsam vermieden wird, diese so zu bezeichnen. Es geht nur noch darum, auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen.</p>

<p>Die politischen Mächtigen schüren diesen Verteilungskampf, einzig darauf bedacht nicht unter die eigenen Räder zu geraten. Damit sie nicht untergehen, wetzen sie ihre Messer. Weil sie sich natürlich nicht selbst die Hände dreckig machen, hetzen sie ihr Volk auf und streuen zerstörerischen Hass über sie. Form und Dosierung sind dabei völlig egal, Hauptsache es zeigt Wirkung.</p>

<p>Der Erfolg dieser Entwicklung liegt im Erfolg seiner Ursache: Friedlicher Wohlstand frisst seine Kinder. Der Mensch ist mit der selbst geschaffenen Komplexität überfordert und sehnt sich nach vereinfachten Strukturen. Von ihm selbst angezettelt, wird er Opfer der eigenen Heiligkeit. Jedoch übersteigen die Zusammenhänge alle, denen eigenes Denken inzwischen über den Kopf gewachsen ist. Gewalt gründet sich dann aus dem Frust, mit den eigenen, inneren Konflikten nicht umgehen zu können.</p>

<p>Die schlichte Tatsache, dass wir alle Menschen gleich und unsere grundlegenden Bedürfnisse identisch sind, macht totalitäre Herrschaftsgelüste unmöglich und wird daher erfolgreich ausgetrieben.</p>

<p>Die größte Gefahr verbirgt sich im aufgenommenen Schwung, der sich aus den erzeugten Reibungen nährt. Diesen zu stoppen wird zunehmend aussichtsloser. Konstruktive Gegenbewegungen, wie zum Beispiel #FridaysForFuture, vertiefen unbeabsichtigt die Gräben. Die dafür notwendigen Veränderungen übersteigen die Vorstellungskräfte verwurzelter und verhärteten Ideologien. Eine Umsetzung würde die Hölle bedeuten, was deshalb mit allen Mitteln verhindert wird. Würde auch die eigenen Kleingeistigkeit bestritten werden, fehlt es dafür bereits am Erkenntnisvermögen.</p>

<p>Was in den stattfindenden Prozessen nur schwer auszumachen ist, sind die Schwachstellen die mit der umfassendsten Macht: Politiker*innen. Sie haben durch Schlammschlachten gegen ihresgleichen jeglichen Hemmschwellen den Garaus gemacht und einen rüden Umgang miteinander etabliert. Gerade deswegen finden populistische Schreihälse am meisten Gehör. Auf absurde Weise nährt es ein Paradoxon: den Ruf nach einer starken Führungshand.</p>

<p>Lösungen lägen offen auf der Hand, besinne man sich der innewohnenden Vernunft, anstelle sich diese stehlen zu lassen. Jedoch schwingt sich Töten zur ultimativen Befriedigung, zum maximalen Reiz, als Gipfel der Macht auf, womit unsere Besonderheit nichts weiter als eine Lüge, eine Selbsttäuschung ist: Menschlichkeit.</p>

<p>Vermutlich wird Evolution es richten. Dass diese von schmerzhaften Lehren begleitet ist, gehört womöglich unlösbar zusammen.</p>

<p>Wir können anders. Bedauerlicherweise haben wir die Reife dafür noch nicht erreicht.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Diktatur" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Diktatur</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewalt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewalt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kontrolle" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kontrolle</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Spaltung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Spaltung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Weltweit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Weltweit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Werte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Werte</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/totalitarian-world" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/totalitaere-welt</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2019 17:21:53 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (3)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-3</link>
      <description>&lt;![CDATA[Es heißt zwar immer, der Mensch sei hart im Nehmen – vorzugsweise von Testosteron überfluteten Individuen –, ist er am Ende doch nur ein biologischer Organismus. Trotz seiner Herrschaftsallüren muss sich auch der größte Maulaffe diesem Umstand beugen. Die menschliche Natur steht weitaus mehr abträglichen Einflüssen gegenüber, als ihr guttut. Allerdings verfügen wir über Fähigkeiten und Möglichkeiten uns Gefährdungen gezielt vom Leib zu halten. !--more--&#xA;&#xA;Andererseits sind wir idiotisch genug, Lebensmittel unter Zuführungen von Giften herzustellen und/oder in ungesunden Mengen zu uns zu nehmen. Dass dies auch noch zu unserem Wohl sein soll, glauben wir deshalb gerne, weil die Produkte billiger sind, als gesündere Alternativen. Anders ausgedrückt, weil es der Wirtschaft mehr Profit verschafft, haben wir uns inzwischen an deren Fraß gewöhnt. Die Kaltschnäuzigkeit seinen Mitmenschen so etwas anzutun, soll hier als Denkanregung erwähnt, aber nicht ausgeführt werden.&#xA;&#xA;Damit die Schäden nicht unkontrolliert ausufern, wurden für bedenkliche Stoffe zumindest Grenzwerte bestimmt und verpflichtend in Vorschriften formuliert. Davon betroffen sind nicht nur direkt konsumierte Substanzen (z.B. Quecksilber), sondern auch äußerlich einwirkende (z.B. Stickoxid NO²). Was für alle Seiten nach vernünftigen Regelungen klingt, hat dennoch einen Verlierer. Aufgrund seiner heiligen Stellung tanzt alles nach seiner Pfeife, erst recht, wenn sich Hindernisse seiner Entfaltung entgegenstellen. Nein, mit dem Profit ist nicht zu spaßen.&#xA;&#xA;Stimmt die Wirtschaft ihr Klagelied vom fehlenden Entwicklungspotential an, stehen Politiker\*innen stramm bei Fuß und bedanken sich brav für die vorgegebenen Anleitungen, um hinderliche Begrenzungen anzupassen. Was natürlich erhöhen heißt und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen vor die Füße spuckt. Vorbildliche Perversion von Absichten.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.wir-essen-gesund.de/quecksilber-fisch-grenzwerte/&#34; target=&#34;blank&#34;Zu viel Quecksilber im Fisch: Erhöhen wir die Grenzwerte!/a | Wir essen gesund&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-fahrverbote-125.html&#34; target=&#34;blank&#34;Grenzwert bleibt Grenzwert/a | Tagesschau&#xA;&#xA;#Absurd #Chemie #Gier #Kriminell #Nahrung #Profit #Skrupellos #Umwelt #Verbraucher&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es heißt zwar immer, der Mensch sei hart im Nehmen – vorzugsweise von Testosteron überfluteten Individuen –, ist er am Ende doch nur ein biologischer Organismus. Trotz seiner Herrschaftsallüren muss sich auch der größte Maulaffe diesem Umstand beugen. Die menschliche Natur steht weitaus mehr abträglichen Einflüssen gegenüber, als ihr guttut. Allerdings verfügen wir über Fähigkeiten und Möglichkeiten uns Gefährdungen gezielt vom Leib zu halten. </p>

<p>Andererseits sind wir idiotisch genug, Lebensmittel unter Zuführungen von Giften herzustellen und/oder in ungesunden Mengen zu uns zu nehmen. Dass dies auch noch zu unserem Wohl sein soll, glauben wir deshalb gerne, weil die Produkte billiger sind, als gesündere Alternativen. Anders ausgedrückt, weil es der Wirtschaft mehr Profit verschafft, haben wir uns inzwischen an deren Fraß gewöhnt. Die Kaltschnäuzigkeit seinen Mitmenschen so etwas anzutun, soll hier als Denkanregung erwähnt, aber nicht ausgeführt werden.</p>

<p>Damit die Schäden nicht unkontrolliert ausufern, wurden für bedenkliche Stoffe zumindest Grenzwerte bestimmt und verpflichtend in Vorschriften formuliert. Davon betroffen sind nicht nur direkt konsumierte Substanzen (z.B. Quecksilber), sondern auch äußerlich einwirkende (z.B. Stickoxid NO²). Was für alle Seiten nach vernünftigen Regelungen klingt, hat dennoch einen Verlierer. Aufgrund seiner heiligen Stellung tanzt alles nach seiner Pfeife, erst recht, wenn sich Hindernisse seiner Entfaltung entgegenstellen. Nein, mit dem Profit ist nicht zu spaßen.</p>

<p>Stimmt die Wirtschaft ihr Klagelied vom fehlenden Entwicklungspotential an, stehen Politiker*innen stramm bei Fuß und bedanken sich brav für die vorgegebenen Anleitungen, um hinderliche Begrenzungen anzupassen. Was natürlich erhöhen heißt und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen vor die Füße spuckt. Vorbildliche Perversion von Absichten.</p>

<p><a href="https://www.wir-essen-gesund.de/quecksilber-fisch-grenzwerte/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zu viel Quecksilber im Fisch: Erhöhen wir die Grenzwerte!</a> | Wir essen gesund</p>

<p><a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-fahrverbote-125.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Grenzwert bleibt Grenzwert</a> | Tagesschau</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Absurd" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Absurd</span></a> <a href="/umdenken/tag:Chemie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Chemie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Nahrung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Nahrung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Skrupellos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Skrupellos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Umwelt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Umwelt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verbraucher" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verbraucher</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-perversion-of-intentions-3" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-3</guid>
      <pubDate>Tue, 04 Jun 2019 20:37:09 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wettstreit der Gierhälse</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/wettstreit-der-gierhaelse</link>
      <description>&lt;![CDATA[Die Profitgier der Wirtschaft ist maßlos, weshalb längst unredliche Methoden zur Steigerung überhandgenommen haben. Aufseiten der Verbraucher schaltet die Gier nach der eigenen Übervorteilung jedes vernünftige Handeln ab. Dabei wissen Konsumenten, dass vermeintliche Schnäppchen überteuerte Rohrkrepierer sind. Trotz des Ärgers betätigen sie sich als Wiederholungstäter. Deswegen haben Unternehmen auch keine Angst vor einem Imageschaden. Schon beim nächsten Angebot liegen sich alle wieder in den Armen. Was im Übrigen eine allgemein verbreitetes Verhalten ist. Beschämend.&#xA;Für die Schaffung einer stabilen Basis zum Querdenken, kann sich jeder hier beteiligen.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4311662&#34; target=&#34;_blank&#34;Online-Handel: EU-Kommission macht gegen irreführende Lockvogelangebote mobil/a | Heise online&#xA;&#xA;#Abzocke #Blenden #Entfesselt #Gier #Konsum #Verlogen]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Profitgier der Wirtschaft ist maßlos, weshalb längst unredliche Methoden zur Steigerung überhandgenommen haben. Aufseiten der Verbraucher schaltet die Gier nach der eigenen Übervorteilung jedes vernünftige Handeln ab. Dabei wissen Konsumenten, dass vermeintliche Schnäppchen überteuerte Rohrkrepierer sind. Trotz des Ärgers betätigen sie sich als Wiederholungstäter. Deswegen haben Unternehmen auch keine Angst vor einem Imageschaden. Schon beim nächsten Angebot liegen sich alle wieder in den Armen. Was im Übrigen eine allgemein verbreitetes Verhalten ist. Beschämend.
Für die Schaffung einer stabilen Basis zum Querdenken, kann sich jeder hier beteiligen.</p>

<p><a href="https://heise.de/-4311662" target="_blank" rel="nofollow noopener">Online-Handel: EU-Kommission macht gegen irreführende Lockvogelangebote mobil</a> | Heise online</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abzocke" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abzocke</span></a> <a href="/umdenken/tag:Blenden" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Blenden</span></a> <a href="/umdenken/tag:Entfesselt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Entfesselt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Konsum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Konsum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verlogen" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verlogen</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/wettstreit-der-gierhaelse</guid>
      <pubDate>Mon, 25 Feb 2019 14:05:19 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Gewissenlose Drückeberger</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/gewissenlose-drueckeberger</link>
      <description>&lt;![CDATA[Versicherungen tun alles, um an unser Geld zu kommen und bloß nichts auszahlen, auch wenn dies ihre originäre Daseinsberechtigung ist. Auf abenteuerlichste Weise versuchen sie sich vor ihren Verpflichtungen zu drücken. Keine Fantasie ist ihnen zu billig, kein Trick zu mies, kein Vorwand zu abstrus, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verursachte Leid bei den Versicherungsnehmern findet nur selten genügend Aufmerksamkeit, um bei den abgebrühten Aasgeier ein Einlenken zu bewirken. Skrupellos gehen sie über Leichen. Obgleich das Geschäftsmodell weitreichend empathisch begründet ist, lassen die Unternehmen jeden menschlichen Zug vermissen. Empathie wird lediglich zum Einfangen vertrauensvoller Seelen missbraucht. Zu spät realisieren dann die Gehörnten, dass sie einer gespaltenen Zunge auf den Leim gegangen sind. !--more--&#xA;&#xA;Grundsätzlich sind Versicherungen eine sinnvolle Einrichtung. Deren widerwärtiges Verhalten und Möglichkeiten Existenzen zu vernichten, sollte aber endlich abgeschafft werden – zur Not per Gesetz, wenn sie nicht von alleine ihre dreckigen Machenschaften einstellen.&#xA;&#xA;Ein Portal, auf dem sämtliche Bösartigkeiten der Versicherungsgesellschaften gesammelt und somit die geballte Hässlichkeit demonstriert wird, wäre wünschenswert. Meine Suche nach etwas adäquatem blieb erfolglos. Falls ich was übersehen habe, freue ich mich über entsprechende Informationen. Ich vermute allerdings, dass derartige Pläne von der Branche im Keim erstickt werden oder vielleicht bereits worden sind.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4272317&#34; target=&#34;_blank&#34;NotPetya: Zurich will Schäden nicht bezahlen, weil Angriff &#34;kriegsähnlich&#34; war/a | Heise online&#xA;&#xA;plus unzählige, namenlose Opfer der gewissenlosen Gierlappen&#xA;&#xA;#Abhängig #Asozial #Gesellschaft #Gier #Gewissenlos #Kriminell #Macht #Maßlos #Moral #Profit #Skrupellos #Verbraucher]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Versicherungen tun alles, um an unser Geld zu kommen und bloß nichts auszahlen, auch wenn dies ihre originäre Daseinsberechtigung ist. Auf abenteuerlichste Weise versuchen sie sich vor ihren Verpflichtungen zu drücken. Keine Fantasie ist ihnen zu billig, kein Trick zu mies, kein Vorwand zu abstrus, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verursachte Leid bei den Versicherungsnehmern findet nur selten genügend Aufmerksamkeit, um bei den abgebrühten Aasgeier ein Einlenken zu bewirken. Skrupellos gehen sie über Leichen. Obgleich das Geschäftsmodell weitreichend empathisch begründet ist, lassen die Unternehmen jeden menschlichen Zug vermissen. Empathie wird lediglich zum Einfangen vertrauensvoller Seelen missbraucht. Zu spät realisieren dann die Gehörnten, dass sie einer gespaltenen Zunge auf den Leim gegangen sind. </p>

<p>Grundsätzlich sind Versicherungen eine sinnvolle Einrichtung. Deren widerwärtiges Verhalten und Möglichkeiten Existenzen zu vernichten, sollte aber endlich abgeschafft werden – zur Not per Gesetz, wenn sie nicht von alleine ihre dreckigen Machenschaften einstellen.</p>

<p>Ein Portal, auf dem sämtliche Bösartigkeiten der Versicherungsgesellschaften gesammelt und somit die geballte Hässlichkeit demonstriert wird, wäre wünschenswert. Meine Suche nach etwas adäquatem blieb erfolglos. Falls ich was übersehen habe, freue ich mich über entsprechende Informationen. Ich vermute allerdings, dass derartige Pläne von der Branche im Keim erstickt werden oder vielleicht bereits worden sind.</p>

<p><a href="https://heise.de/-4272317" target="_blank" rel="nofollow noopener">NotPetya: Zurich will Schäden nicht bezahlen, weil Angriff “kriegsähnlich” war</a> | Heise online</p>

<p><strong><em>plus unzählige, namenlose Opfer der gewissenlosen Gierlappen</em></strong></p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Asozial" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Asozial</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewissenlos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewissenlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Ma%C3%9Flos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Maßlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Moral" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Moral</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Skrupellos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Skrupellos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verbraucher" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verbraucher</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/gewissenlose-drueckeberger</guid>
      <pubDate>Thu, 31 Jan 2019 13:19:45 +0100</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>