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    <title>Ängste &amp;mdash; umdenken</title>
    <link>https://qua.name/umdenken/tag:Ängste</link>
    <description>Schaffen wir die Wende oder versagen kläglich?</description>
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 19:54:35 +0200</pubDate>
    <item>
      <title>Totalitäre Welt</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/totalitaere-welt</link>
      <description>&lt;![CDATA[Überall unterdrücken Machthaber immer stärker ihr Volk. In unterschiedlichen Ausprägungen, aber unübersehbar. Erst gebären sie sich als ersehnter Erlöser und Menschenfreund, um nach erfolgreicher Wahl die hinterm Rücken versteckten Knüppel hervorzuholen. Mit Knechtschaft und einseitigen Umverteilungen überziehen sie ihr Land, nur gefeiert von den unterwürfigen Anhängern, die hoffen von den Vorteilen zu profitieren. Doch wer Gewalt sät, erntet Gewalt. Gewissenlos treibt das Unwesen Aggressivität seine hässlichen Klauen in die Gesellschaft und weidet sich am angerichteten Schaden. Warum? !--more--&#xA;&#xA;Es einfach als Machtgeilheit abtun, wird den Entwicklungen nicht mehr gerecht. Vielmehr driften Fortschritt und Verhalten auseinander. Je hoch technisierter ersteres wird, umso primitiver wird letzteres. Längst überwunden geglaubte Instinkte drängeln sich aus den Tiefen unserer Evolution bis zur ersten Reihe vor. Mühsam aufgebaute Werte und Umgangsweisen, die ihrem Ursprung nach als menschlich bezeichnet wurden, werden gnadenlos verjagt.&#xA;&#xA;Gerade jetzt, wo Rufe nach mehr Gleichheit und Fürsorge lauter werden, scheinen diese bei anders denkenden Verlustängste anzustacheln. Können Verlust und Angst für sich allein schon emotional herausfordernd sein, kippt ihre Verbindung schnell ins Unerträgliche. Reflexartig werden Gegenmaßnahmen aktiviert. Jeder Besitz muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Rechtmäßigkeit steht dabei nicht zur Debatte, weil uns, unserem Anspruch nach, stets alles für unser Wohlergehen zusteht. Wer dies bedroht, wird bekämpft. Selbst wenn es der Nachbar ist, mit dem man immer gut ausgekommen ist. Beim Kampf um die Pfründe gibt es keine Freunde, nur Feinde.&#xA;&#xA;Weltweit fallende Schranken missfallen den Mächtigen zusehends. Erst zwingen sie uns die Globalisierung auf und stellen jetzt überrascht fest, welch harten Bandagen hier im Einsatz sind und das die eigenen Spieler vermehrt ins Hintertreffen geraten. Im Krieg der Profite werden keine Gefangenen gemacht, sondern vernichtet, was sich in den Weg stellt. Wie sich die Kräfte auf der Welt verteilen, ist leicht auszumachen. Doch statt nach fortschrittlichen Lösungen zu suchen, wird niederen Instinkten nachgegeben und die Krallen ausgefahren.&#xA;&#xA;Gegen diese Aktivierung ist nur gefeit, wer sich als Gegner positioniert. Wer für eine offene und friedliche Welt eintritt, ist ein ausgemachter Feind. Wer darüber hinaus an zukünftige Generationen denkt und entsprechend umsichtig handelt, also die eigene Vorteilsnahme verrät, muss mit ernsthaften Komplikationen für sein Leben zu rechnen. Je mehr sich weltoffene Menschen bemerkbar machen, desto nervöser wird die Gegenseite und verstärkt ihre Verteidigungsmaßnahmen. Während erstere sich um alle sorgen, kümmert letztere nur sich selbst.&#xA;&#xA;Wie leicht vermeintlich bequeme Strukturen entfacht werden, zeigt sich in der jetzt schon bestehenden Überzahl. Regierungsfürsten brauchen keine komplizierten Ansprüche mehr formulieren, sondern nur die richtigen Knöpfe drücken. Diskriminieren, beherrschen, unterdrücken und abgrenzen sind eine schlichte Sprache, die jeder versteht. Natürlich ist dabei stets nur eine Sichtweise gemeint: von einem selbst aus – für mich alles, für die anderen nichts. Das gilt auch untereinander, weshalb sich allerorten die Menschen entzweien.&#xA;&#xA;Global wurde ein gefährlicher Kurs eingeschlagen, dessen Auswirkungen unmissverständliche Anzeichen vor sich herschiebt. Fasziniert jagen wir technische Entwicklungen von Höhepunkt zu Höhepunkt, ohne die unterschwellige Gefahr zu begreifen. Arrogant halten wir am Dogma fest, alles beherrschen zu können. Unvermindert lassen wir uns die Maxime diktieren, Wirtschaft muss unbegrenzt wachsen, ohne dies zu hinterfragen. Offenkundigen Unwahrheiten wird geglaubt, wenn sie die zuvor eingeredeten Bedrohungen stützen.&#xA;&#xA;Diktatur und Sklaverei sind auf dem Vormarsch, auch wenn sorgsam vermieden wird, diese so zu bezeichnen. Es geht nur noch darum, auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen.&#xA;&#xA;Die politischen Mächtigen schüren diesen Verteilungskampf, einzig darauf bedacht nicht unter die eigenen Räder zu geraten. Damit sie nicht untergehen, wetzen sie ihre Messer. Weil sie sich natürlich nicht selbst die Hände dreckig machen, hetzen sie ihr Volk auf und streuen zerstörerischen Hass über sie. Form und Dosierung sind dabei völlig egal, Hauptsache es zeigt Wirkung.&#xA;&#xA;Der Erfolg dieser Entwicklung liegt im Erfolg seiner Ursache: Friedlicher Wohlstand frisst seine Kinder. Der Mensch ist mit der selbst geschaffenen Komplexität überfordert und sehnt sich nach vereinfachten Strukturen. Von ihm selbst angezettelt, wird er Opfer der eigenen Heiligkeit. Jedoch übersteigen die Zusammenhänge alle, denen eigenes Denken inzwischen über den Kopf gewachsen ist. Gewalt gründet sich dann aus dem Frust, mit den eigenen, inneren Konflikten nicht umgehen zu können.&#xA;&#xA;Die schlichte Tatsache, dass wir alle Menschen gleich und unsere grundlegenden Bedürfnisse identisch sind, macht totalitäre Herrschaftsgelüste unmöglich und wird daher erfolgreich ausgetrieben.&#xA;&#xA;Die größte Gefahr verbirgt sich im aufgenommenen Schwung, der sich aus den erzeugten Reibungen nährt. Diesen zu stoppen wird zunehmend aussichtsloser. Konstruktive Gegenbewegungen, wie zum Beispiel \#FridaysForFuture, vertiefen unbeabsichtigt die Gräben. Die dafür notwendigen Veränderungen übersteigen die Vorstellungskräfte verwurzelter und verhärteten Ideologien. Eine Umsetzung würde die Hölle bedeuten, was deshalb mit allen Mitteln verhindert wird. Würde auch die eigenen Kleingeistigkeit bestritten werden, fehlt es dafür bereits am Erkenntnisvermögen.&#xA;&#xA;Was in den stattfindenden Prozessen nur schwer auszumachen ist, sind die Schwachstellen die mit der umfassendsten Macht: Politiker\*innen. Sie haben durch Schlammschlachten gegen ihresgleichen jeglichen Hemmschwellen den Garaus gemacht und einen rüden Umgang miteinander etabliert. Gerade deswegen finden populistische Schreihälse am meisten Gehör. Auf absurde Weise nährt es ein Paradoxon: den Ruf nach einer starken Führungshand.&#xA;&#xA;Lösungen lägen offen auf der Hand, besinne man sich der innewohnenden Vernunft, anstelle sich diese stehlen zu lassen. Jedoch schwingt sich Töten zur ultimativen Befriedigung, zum maximalen Reiz, als Gipfel der Macht auf, womit unsere Besonderheit nichts weiter als eine Lüge, eine Selbsttäuschung ist: Menschlichkeit.&#xA;&#xA;Vermutlich wird Evolution es richten. Dass diese von schmerzhaften Lehren begleitet ist, gehört womöglich unlösbar zusammen.&#xA;&#xA;Wir können anders. Bedauerlicherweise haben wir die Reife dafür noch nicht erreicht.&#xA;&#xA;#Ängste #Diktatur #Gesellschaft #Gewalt #Gier #Kontrolle #Macht #Spaltung #Weltweit #Werte #Zerfall&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Überall unterdrücken Machthaber immer stärker ihr Volk. In unterschiedlichen Ausprägungen, aber unübersehbar. Erst gebären sie sich als ersehnter Erlöser und Menschenfreund, um nach erfolgreicher Wahl die hinterm Rücken versteckten Knüppel hervorzuholen. Mit Knechtschaft und einseitigen Umverteilungen überziehen sie ihr Land, nur gefeiert von den unterwürfigen Anhängern, die hoffen von den Vorteilen zu profitieren. Doch wer Gewalt sät, erntet Gewalt. Gewissenlos treibt das Unwesen Aggressivität seine hässlichen Klauen in die Gesellschaft und weidet sich am angerichteten Schaden. Warum? </p>

<p>Es einfach als Machtgeilheit abtun, wird den Entwicklungen nicht mehr gerecht. Vielmehr driften Fortschritt und Verhalten auseinander. Je hoch technisierter ersteres wird, umso primitiver wird letzteres. Längst überwunden geglaubte Instinkte drängeln sich aus den Tiefen unserer Evolution bis zur ersten Reihe vor. Mühsam aufgebaute Werte und Umgangsweisen, die ihrem Ursprung nach als menschlich bezeichnet wurden, werden gnadenlos verjagt.</p>

<p>Gerade jetzt, wo Rufe nach mehr Gleichheit und Fürsorge lauter werden, scheinen diese bei anders denkenden Verlustängste anzustacheln. Können Verlust und Angst für sich allein schon emotional herausfordernd sein, kippt ihre Verbindung schnell ins Unerträgliche. Reflexartig werden Gegenmaßnahmen aktiviert. Jeder Besitz muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Rechtmäßigkeit steht dabei nicht zur Debatte, weil uns, unserem Anspruch nach, stets alles für unser Wohlergehen zusteht. Wer dies bedroht, wird bekämpft. Selbst wenn es der Nachbar ist, mit dem man immer gut ausgekommen ist. Beim Kampf um die Pfründe gibt es keine Freunde, nur Feinde.</p>

<p>Weltweit fallende Schranken missfallen den Mächtigen zusehends. Erst zwingen sie uns die Globalisierung auf und stellen jetzt überrascht fest, welch harten Bandagen hier im Einsatz sind und das die eigenen Spieler vermehrt ins Hintertreffen geraten. Im Krieg der Profite werden keine Gefangenen gemacht, sondern vernichtet, was sich in den Weg stellt. Wie sich die Kräfte auf der Welt verteilen, ist leicht auszumachen. Doch statt nach fortschrittlichen Lösungen zu suchen, wird niederen Instinkten nachgegeben und die Krallen ausgefahren.</p>

<p>Gegen diese Aktivierung ist nur gefeit, wer sich als Gegner positioniert. Wer für eine offene und friedliche Welt eintritt, ist ein ausgemachter Feind. Wer darüber hinaus an zukünftige Generationen denkt und entsprechend umsichtig handelt, also die eigene Vorteilsnahme verrät, muss mit ernsthaften Komplikationen für sein Leben zu rechnen. Je mehr sich weltoffene Menschen bemerkbar machen, desto nervöser wird die Gegenseite und verstärkt ihre Verteidigungsmaßnahmen. Während erstere sich um alle sorgen, kümmert letztere nur sich selbst.</p>

<p>Wie leicht vermeintlich bequeme Strukturen entfacht werden, zeigt sich in der jetzt schon bestehenden Überzahl. Regierungsfürsten brauchen keine komplizierten Ansprüche mehr formulieren, sondern nur die richtigen Knöpfe drücken. Diskriminieren, beherrschen, unterdrücken und abgrenzen sind eine schlichte Sprache, die jeder versteht. Natürlich ist dabei stets nur eine Sichtweise gemeint: von einem selbst aus – <em>für mich alles, für die anderen nichts</em>. Das gilt auch untereinander, weshalb sich allerorten die Menschen entzweien.</p>

<p>Global wurde ein gefährlicher Kurs eingeschlagen, dessen Auswirkungen unmissverständliche Anzeichen vor sich herschiebt. Fasziniert jagen wir technische Entwicklungen von Höhepunkt zu Höhepunkt, ohne die unterschwellige Gefahr zu begreifen. Arrogant halten wir am Dogma fest, alles beherrschen zu können. Unvermindert lassen wir uns die Maxime diktieren, Wirtschaft muss unbegrenzt wachsen, ohne dies zu hinterfragen. Offenkundigen Unwahrheiten wird geglaubt, wenn sie die zuvor eingeredeten Bedrohungen stützen.</p>

<p>Diktatur und Sklaverei sind auf dem Vormarsch, auch wenn sorgsam vermieden wird, diese so zu bezeichnen. Es geht nur noch darum, auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen.</p>

<p>Die politischen Mächtigen schüren diesen Verteilungskampf, einzig darauf bedacht nicht unter die eigenen Räder zu geraten. Damit sie nicht untergehen, wetzen sie ihre Messer. Weil sie sich natürlich nicht selbst die Hände dreckig machen, hetzen sie ihr Volk auf und streuen zerstörerischen Hass über sie. Form und Dosierung sind dabei völlig egal, Hauptsache es zeigt Wirkung.</p>

<p>Der Erfolg dieser Entwicklung liegt im Erfolg seiner Ursache: Friedlicher Wohlstand frisst seine Kinder. Der Mensch ist mit der selbst geschaffenen Komplexität überfordert und sehnt sich nach vereinfachten Strukturen. Von ihm selbst angezettelt, wird er Opfer der eigenen Heiligkeit. Jedoch übersteigen die Zusammenhänge alle, denen eigenes Denken inzwischen über den Kopf gewachsen ist. Gewalt gründet sich dann aus dem Frust, mit den eigenen, inneren Konflikten nicht umgehen zu können.</p>

<p>Die schlichte Tatsache, dass wir alle Menschen gleich und unsere grundlegenden Bedürfnisse identisch sind, macht totalitäre Herrschaftsgelüste unmöglich und wird daher erfolgreich ausgetrieben.</p>

<p>Die größte Gefahr verbirgt sich im aufgenommenen Schwung, der sich aus den erzeugten Reibungen nährt. Diesen zu stoppen wird zunehmend aussichtsloser. Konstruktive Gegenbewegungen, wie zum Beispiel #FridaysForFuture, vertiefen unbeabsichtigt die Gräben. Die dafür notwendigen Veränderungen übersteigen die Vorstellungskräfte verwurzelter und verhärteten Ideologien. Eine Umsetzung würde die Hölle bedeuten, was deshalb mit allen Mitteln verhindert wird. Würde auch die eigenen Kleingeistigkeit bestritten werden, fehlt es dafür bereits am Erkenntnisvermögen.</p>

<p>Was in den stattfindenden Prozessen nur schwer auszumachen ist, sind die Schwachstellen die mit der umfassendsten Macht: Politiker*innen. Sie haben durch Schlammschlachten gegen ihresgleichen jeglichen Hemmschwellen den Garaus gemacht und einen rüden Umgang miteinander etabliert. Gerade deswegen finden populistische Schreihälse am meisten Gehör. Auf absurde Weise nährt es ein Paradoxon: den Ruf nach einer starken Führungshand.</p>

<p>Lösungen lägen offen auf der Hand, besinne man sich der innewohnenden Vernunft, anstelle sich diese stehlen zu lassen. Jedoch schwingt sich Töten zur ultimativen Befriedigung, zum maximalen Reiz, als Gipfel der Macht auf, womit unsere Besonderheit nichts weiter als eine Lüge, eine Selbsttäuschung ist: Menschlichkeit.</p>

<p>Vermutlich wird Evolution es richten. Dass diese von schmerzhaften Lehren begleitet ist, gehört womöglich unlösbar zusammen.</p>

<p>Wir können anders. Bedauerlicherweise haben wir die Reife dafür noch nicht erreicht.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Diktatur" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Diktatur</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewalt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewalt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kontrolle" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kontrolle</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Spaltung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Spaltung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Weltweit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Weltweit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Werte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Werte</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/totalitarian-world" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/totalitaere-welt</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2019 17:21:53 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (1)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-1</link>
      <description>&lt;![CDATA[Gut gemeint und schlecht gemacht, ist das eine. Nichts gemeint und sich machen lassen, das andere. Während ersteres Eigenständigkeit ausdrückt, stellt zweites Abhängigkeit dar. Steuern oder gesteuert werden. Das Perverse ist nun die Verdrehung von Vorgängen, sodass die Ahnungslosen verwirrt sind und neben der Übersicht die Kontrolle verlieren. !--more--&#xA;&#xA;Fehler sind erlaubt, für Lerneffekte gar wünschenswert, solange keine irreparablen Schäden damit einhergehen. Probieren geht über studieren, wie uns bereits frühzeitig der Weisheit letzter Schluss eingetrichtert wird. In der Praxis offenbaren sich Schwächen, die dann zu erfolgreichen Entwicklungen führen können.&#xA;&#xA;Eine Umdeutung in Fehler strotzende Tatsachen ist jedoch nicht einfach nur eine Lüge, sondern beabsichtigte Manipulation. Zu solchen psychologischen Mitteln greift, wer die Macht negativer Emotionen bei instabilen Charakteren auslösen und schüren will. Alleinig zur Befriedigung selbstsüchtiger Motive. Unfrieden stiften, um sich am entfachten Hass zu laben und dessen zerstörerischen Kräfte zum Selbstzweck zu missbrauchen. Wie ein zu langsamer Sprinter, der seinen Gegnern Beine stellt, um zu gewinnen.&#xA;&#xA;Welche Meinung die selbstherrlichen Führer von ihren dummen Schafen haben, bewies der Auftritt des österreichischen Vizekanzlers. Zu mehr als Schlachtvieh, um sich selbst gut zu nähren, reicht es nicht. Wer allerdings einen lauten Aufschrei der Entrüstung erwartet hat, blieb über dessen Ausbleiben selbst sprachlos. Affiges Gebären kommt bei niederen Instinkten gut zur Geltung und wird unterwürfig bejubelt.&#xA;&#xA;Gebrochene Versprechungen sind Bürger*innen von der Politik gewohnt. Dass der Verdruss inzwischen reicht, um sich von Unwahrheiten die Sinne betäuben zu lassen, ist erschreckend. Setzt der gesunde Menschenverstand aus, hört das Bedauern dort auf, wo es zu einer ausufernden Gefahr für die Gemeinschaft wird. Diesem Geschwür muss entschieden begegnet werden, um seine Ausbreitung einzudämmen.&#xA;&#xA;#Ängste #Asozial #Egomanie #Gesellschaft #Gewissenlos #Macht #Manipulation #Spaltung #Verlogen #Werte #Zerfall&#xA;&#xA;(Article in English)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Gut gemeint und schlecht gemacht, ist das eine. Nichts gemeint und sich machen lassen, das andere. Während ersteres Eigenständigkeit ausdrückt, stellt zweites Abhängigkeit dar. Steuern oder gesteuert werden. Das Perverse ist nun die Verdrehung von Vorgängen, sodass die Ahnungslosen verwirrt sind und neben der Übersicht die Kontrolle verlieren. </p>

<p>Fehler sind erlaubt, für Lerneffekte gar wünschenswert, solange keine irreparablen Schäden damit einhergehen. Probieren geht über studieren, wie uns bereits frühzeitig der Weisheit letzter Schluss eingetrichtert wird. In der Praxis offenbaren sich Schwächen, die dann zu erfolgreichen Entwicklungen führen können.</p>

<p>Eine Umdeutung in Fehler strotzende Tatsachen ist jedoch nicht einfach nur eine Lüge, sondern beabsichtigte Manipulation. Zu solchen psychologischen Mitteln greift, wer die Macht negativer Emotionen bei instabilen Charakteren auslösen und schüren will. Alleinig zur Befriedigung selbstsüchtiger Motive. Unfrieden stiften, um sich am entfachten Hass zu laben und dessen zerstörerischen Kräfte zum Selbstzweck zu missbrauchen. Wie ein zu langsamer Sprinter, der seinen Gegnern Beine stellt, um zu gewinnen.</p>

<p>Welche Meinung die selbstherrlichen Führer von ihren dummen Schafen haben, bewies der Auftritt des österreichischen Vizekanzlers. Zu mehr als Schlachtvieh, um sich selbst gut zu nähren, reicht es nicht. Wer allerdings einen lauten Aufschrei der Entrüstung erwartet hat, blieb über dessen Ausbleiben selbst sprachlos. Affiges Gebären kommt bei niederen Instinkten gut zur Geltung und wird unterwürfig bejubelt.</p>

<p>Gebrochene Versprechungen sind Bürger*innen von der Politik gewohnt. Dass der Verdruss inzwischen reicht, um sich von Unwahrheiten die Sinne betäuben zu lassen, ist erschreckend. Setzt der gesunde Menschenverstand aus, hört das Bedauern dort auf, wo es zu einer ausufernden Gefahr für die Gemeinschaft wird. Diesem Geschwür muss entschieden begegnet werden, um seine Ausbreitung einzudämmen.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Asozial" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Asozial</span></a> <a href="/umdenken/tag:Egomanie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Egomanie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewissenlos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewissenlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Manipulation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Manipulation</span></a> <a href="/umdenken/tag:Spaltung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Spaltung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verlogen" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verlogen</span></a> <a href="/umdenken/tag:Werte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Werte</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-perversion-of-intentions-1" rel="nofollow">(Article in English)</a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-1</guid>
      <pubDate>Tue, 28 May 2019 14:50:29 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vermummte Feiglinge</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/vermummte-feiglinge</link>
      <description>&lt;![CDATA[Ärger machen, wo man nur kann, aber bloß selbst kein Ärger kriegen. Keine Meinung artikulieren, sondern andere für ihre bestrafen. Debatten meiden, weil sie innere Aggressionen nicht befrieden. Kein Interesse an Verständnis, sondern nur an Gewalt. Angst und Zerstörung sind die einzigen Standpunkte. Was abweicht, muss in die Knie gezwungen werden. Wer mit sich und der Welt nichts anfangen kann, muss den Schmerz aus Langeweile und Minderwertigkeitskomplexen an anderen auslassen, denen praktischerweise gleich die Schuld dafür in die Schuhe geschoben wird. Diskussionen sind unerwünscht, weil es nichts zu vertreten, sondern nur zertreten gibt. Verständlich, dass man seine Armseligkeit nicht gerne zur Schau stellen will, weshalb sich Feiglinge vermummen.&#xA;&#xA;Sein Gesicht zeigt, wer eine Position vertritt und dafür einsteht.&#xA;&#xA;(Ich beziehe mich auf gewalttätige Krawallmacher, auch die im Internet ihren kargen Wortschatz präsentieren. Gerade die, die gegen Ungerechtigkeit aufbegehren und sich durch Anonymität vor Übergriffen schützen müssen, sind nicht gemeint.)&#xA;&#xA;a href=&#34;https://blogs.taz.de/hausblog/angriff-von-identitaeren/&#34; target=&#34;_blank&#34;taz-Mitarbeiterin bei Aktion von Identitären angegriffen/a | taz&#xA;&#xA;plus unzählige weiterer Beweise gewalttätiger Krawallos&#xA;&#xA;#Ängste #Asozial #Dumpf #Entfesselt #Gewalt #Gesellschaft #Hohl #Kriminell #Resignation #Schaden #Unfähig #Zerfall]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ärger machen, wo man nur kann, aber bloß selbst kein Ärger kriegen. Keine Meinung artikulieren, sondern andere für ihre bestrafen. Debatten meiden, weil sie innere Aggressionen nicht befrieden. Kein Interesse an Verständnis, sondern nur an Gewalt. Angst und Zerstörung sind die einzigen Standpunkte. Was abweicht, muss in die Knie gezwungen werden. Wer mit sich und der Welt nichts anfangen kann, muss den Schmerz aus Langeweile und Minderwertigkeitskomplexen an anderen auslassen, denen praktischerweise gleich die Schuld dafür in die Schuhe geschoben wird. Diskussionen sind unerwünscht, weil es nichts zu vertreten, sondern nur zertreten gibt. Verständlich, dass man seine Armseligkeit nicht gerne zur Schau stellen will, weshalb sich Feiglinge vermummen.</p>

<p>Sein Gesicht zeigt, wer eine Position vertritt und dafür einsteht.</p>

<p>(Ich beziehe mich auf gewalttätige Krawallmacher, auch die im Internet ihren kargen Wortschatz präsentieren. Gerade die, die gegen Ungerechtigkeit aufbegehren und sich durch Anonymität vor Übergriffen schützen müssen, sind nicht gemeint.)</p>

<p><a href="https://blogs.taz.de/hausblog/angriff-von-identitaeren/" target="_blank" rel="nofollow noopener">taz-Mitarbeiterin bei Aktion von Identitären angegriffen</a> | taz</p>

<p><strong><em>plus unzählige weiterer Beweise gewalttätiger Krawallos</em></strong></p>

<p><a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Asozial" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Asozial</span></a> <a href="/umdenken/tag:Dumpf" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Dumpf</span></a> <a href="/umdenken/tag:Entfesselt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Entfesselt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewalt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewalt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Hohl" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Hohl</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Resignation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Resignation</span></a> <a href="/umdenken/tag:Schaden" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Schaden</span></a> <a href="/umdenken/tag:Unf%C3%A4hig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Unfähig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/vermummte-feiglinge</guid>
      <pubDate>Wed, 23 Jan 2019 13:28:15 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Abgehängte Abhängige</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/abgehaengte-abhaengige</link>
      <description>&lt;![CDATA[Die über Jahrzehnte intensivierte Gehirnwäsche, Bevormundung als vorzüglich und vorteilhaft ins menschliche Bewusstsein zu impfen, hat den Verlust der Eigenständigkeit im Gepäck, worauf die Wirtschaft primär abzielt. Insofern müssen Menschen permanent beschäftigt werden, weil sie darauf trainiert sind, ihre Anreize von außen zu bekommen. Bleiben diese aus, stolpern sie orientierungslos durch die Gegend und drohen in dunkle Löcher zu fallen. Obwohl die Bequemlichkeit vorangetrieben wird, darf auf keinen Fall Langeweile eintreten, dann wissen sie nichts mit sich anzufangen. Tritt dies dennoch ein, entsteht ein Stau in ihrer Gefühlswelt, der danach trachtet, entladen zu werden. Weil der gebildete Druck negativ gepolt ist, kann dessen Entladung ebenfalls nur negativ sein. Gewalt ist da ein ideales, probates und unkompliziertes Mittel. Ob nun körperlich oder verbal, spielt keine Rolle, Hauptsache erleichtern. !--more--&#xA;&#xA;Mit der Droge Konsum lassen sich Auswirkungen weitestgehend kontrollieren und recht gut kanalisieren. Die Wirtschaft tut viel dafür, um den Bedarf an Suchtmitteln auf jede erdenkliche Weise zu stillen. Allerdings taucht vermehrt ein Problem auf, welches einerseits täglich wächst und andererseits von der Wirtschaft selbst verursacht und gefüttert wird: Geldmangel. Die Mittel, an dem ständig wachsenden Angebot partizipieren zu können, nehmen kontinuierlich ab.&#xA;&#xA;Wie Dealer versucht die Wirtschaft an jeder Ecke irgendetwas zu verkaufen, was uns den Alltag erträglicher machen soll. Alles Dargebotene dient angeblich einzig unserem Wohlbefinden; unserem Komfort; unserem Nutzererlebnis. Und weil uns das gebetsmühlenartig eingetrichtert wird, glauben wir das nicht nur längst selbst, sondern sind überzeugt, dass es so ist, so sein muss und wir selber es so wollen/wollten. Ganz so, wie eine erfolgreiche Gehirnwäsche funktionieren soll. Deswegen stellen wir das auch weder infrage, noch oder erst recht nicht, wehren wir uns dagegen. Es käme ja einem Kampf gegen uns selbst, gegen unseren eigenen Willen, gegen unsere eigenen Entscheidungen, gleich. Das macht doch keiner.&#xA;&#xA;So bedauerlich es auch ist, hat die Übernahme unserer Gehirne schon sehr weitreichende Erfolge erzielt. Natürlich wird dies vehement bestritten. Besonders von den Eliten, die sich entweder für zu intelligent halten oder selbst an den Schalthebeln sitzen. Jedoch ist der aufkeimende Nationalismus eine Folge dieser Manipulationen, unter Ausnutzung aller Faktoren im Zusammenspiel. Stellt sich bei den Abhängigen der Entzug ein, genügt ein winziger Funke, um die mächtigste Regung in uns Menschen zu entfachen: Angst. Ist diese erst einmal angeheizt, haben die Feuerleger leichtes Spiel bei der Lenkung, Gestaltung und Ausbreitung. Angst schaltet rationales Denken aus. Rücksichtnahme hat keinen Platz und für Vernunft ist keine Zeit. Jeder ist sich selbst am nächsten.&#xA;&#xA;Mit Ausbreitung des Neoliberalismus war diese Entwicklung unvermeidbar, vor allem, weil angeblich soziale Parteien ihre Agenda verrieten, um sich als Unterstützer zu prostituieren. Insofern sind gegenwärtige Situationen wenig überraschend. Der Weg war vorgezeichnet und eingetroffene Resultate erwartbar. Fragwürdig ist hingegen, warum die Initiatoren die Tragweite ihres Handelns übersahen. Wurde das bewusst ausgeblendet? Oder klein geredet? Oder war die eigene Arroganz und Gier so groß, dass man Warnungen in den Wind schlug, weil man überzeugt war, jede erdenkliche Situation beherrschen zu können? Aber irren ist bekanntlich menschlich.&#xA;&#xA;Unter humanen Aspekten sollte man annehmen, dass aktuelle Tendenzen unerwünscht sind und entgegenwirkende Schritte unternommen werden. Schließlich gäbe es eine erschreckend einfache Lösung: gebt den Menschen mehr Geld in die Hand, damit sie die von der Wirtschaft initiierten Süchte befriedigen können. Verteilt die vorhandenen Geldmassen gleichmäßiger und verhindert die Entstehung neuer Divergenzen.&#xA;&#xA;Diese Anregungen haben natürlich längst auch bedeutendere Persönlichkeiten vorgebracht und trotzdem wird der Kurs beibehalten. Es ist also davon auszugehen, dass noch alles im Plan ist. Welcher? Vom wem? Mit welchen Zielen? In der Tat stellen sich angesichts der weltweiten Geschehnisse tiefschürfende Fragen. Da aber offensichtlich parallele Lebensräume entstanden sind, deren Zwischenschichten lediglich eine begrenzte Osmose mit ausgewählten Bestandteilen gewähren, dürften sie unbeantwortet bleiben.&#xA;&#xA;Letzter Ausweg bleibt die wahre Macht auf diesem Planeten: die Erde selbst. Stets steigt dem selbsternannten Herrscher die Zornesröte ins Gesicht und er muss hart an seinen Niederlagen knabbern, weist ihn die Natur zurecht. Trotzdem weigert er sich, diese Tatsache anzuerkennen und fordert Mutter Erde immer wieder aufs Neue heraus. Nur mit den zeitintensiven Reaktionen der Umwelt tut sich die getriebene Menschheit schwer, weshalb präsentierte Quittungen erst spätere Generationen erreichen, die dann verständlicherweise mächtig sauer sind.&#xA;&#xA;Wir könnten natürlich auch den indoktrinierten Abhängigkeiten entsagen und uns mit dem einzig wahren, immer währendem, über alles stehendem, beschäftigen: Leben. Nein, tun wir nicht, aber dazu ein anderes mal mehr. Bis dahin entweder weiter als Marionette missbrauchen lassen oder sich im eigenen Denken üben. Nein, denken zwar die Meisten, tun sie aber nicht. Warum ich das behaupte? Dafür reicht ein Blick auf die Welt und ein bisschen Menschlichkeit.&#xA;&#xA;#Abhängig #Ängste #Instabil #Konsum #Neoliberalismus #Profit #Sucht #Verlust #Zerfall]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die über Jahrzehnte intensivierte Gehirnwäsche, Bevormundung als vorzüglich und vorteilhaft ins menschliche Bewusstsein zu impfen, hat den Verlust der Eigenständigkeit im Gepäck, worauf die Wirtschaft primär abzielt. Insofern müssen Menschen permanent beschäftigt werden, weil sie darauf trainiert sind, ihre Anreize von außen zu bekommen. Bleiben diese aus, stolpern sie orientierungslos durch die Gegend und drohen in dunkle Löcher zu fallen. Obwohl die Bequemlichkeit vorangetrieben wird, darf auf keinen Fall Langeweile eintreten, dann wissen sie nichts mit sich anzufangen. Tritt dies dennoch ein, entsteht ein Stau in ihrer Gefühlswelt, der danach trachtet, entladen zu werden. Weil der gebildete Druck negativ gepolt ist, kann dessen Entladung ebenfalls nur negativ sein. Gewalt ist da ein ideales, probates und unkompliziertes Mittel. Ob nun körperlich oder verbal, spielt keine Rolle, Hauptsache erleichtern. </p>

<p>Mit der Droge Konsum lassen sich Auswirkungen weitestgehend kontrollieren und recht gut kanalisieren. Die Wirtschaft tut viel dafür, um den Bedarf an Suchtmitteln auf jede erdenkliche Weise zu stillen. Allerdings taucht vermehrt ein Problem auf, welches einerseits täglich wächst und andererseits von der Wirtschaft selbst verursacht und gefüttert wird: Geldmangel. Die Mittel, an dem ständig wachsenden Angebot partizipieren zu können, nehmen kontinuierlich ab.</p>

<p>Wie Dealer versucht die Wirtschaft an jeder Ecke irgendetwas zu verkaufen, was uns den Alltag erträglicher machen soll. Alles Dargebotene dient angeblich einzig unserem Wohlbefinden; unserem Komfort; unserem Nutzererlebnis. Und weil uns das gebetsmühlenartig eingetrichtert wird, glauben wir das nicht nur längst selbst, sondern sind überzeugt, dass es so ist, so sein muss und wir selber es so wollen/wollten. Ganz so, wie eine erfolgreiche Gehirnwäsche funktionieren soll. Deswegen stellen wir das auch weder infrage, noch oder erst recht nicht, wehren wir uns dagegen. Es käme ja einem Kampf gegen uns selbst, gegen unseren eigenen Willen, gegen unsere eigenen Entscheidungen, gleich. Das macht doch keiner.</p>

<p>So bedauerlich es auch ist, hat die Übernahme unserer Gehirne schon sehr weitreichende Erfolge erzielt. Natürlich wird dies vehement bestritten. Besonders von den Eliten, die sich entweder für zu intelligent halten oder selbst an den Schalthebeln sitzen. Jedoch ist der aufkeimende Nationalismus eine Folge dieser Manipulationen, unter Ausnutzung aller Faktoren im Zusammenspiel. Stellt sich bei den Abhängigen der Entzug ein, genügt ein winziger Funke, um die mächtigste Regung in uns Menschen zu entfachen: Angst. Ist diese erst einmal angeheizt, haben die Feuerleger leichtes Spiel bei der Lenkung, Gestaltung und Ausbreitung. Angst schaltet rationales Denken aus. Rücksichtnahme hat keinen Platz und für Vernunft ist keine Zeit. Jeder ist sich selbst am nächsten.</p>

<p>Mit Ausbreitung des Neoliberalismus war diese Entwicklung unvermeidbar, vor allem, weil angeblich soziale Parteien ihre Agenda verrieten, um sich als Unterstützer zu prostituieren. Insofern sind gegenwärtige Situationen wenig überraschend. Der Weg war vorgezeichnet und eingetroffene Resultate erwartbar. Fragwürdig ist hingegen, warum die Initiatoren die Tragweite ihres Handelns übersahen. Wurde das bewusst ausgeblendet? Oder klein geredet? Oder war die eigene Arroganz und Gier so groß, dass man Warnungen in den Wind schlug, weil man überzeugt war, jede erdenkliche Situation beherrschen zu können? Aber irren ist bekanntlich menschlich.</p>

<p>Unter humanen Aspekten sollte man annehmen, dass aktuelle Tendenzen unerwünscht sind und entgegenwirkende Schritte unternommen werden. Schließlich gäbe es eine erschreckend einfache Lösung: gebt den Menschen mehr Geld in die Hand, damit sie die von der Wirtschaft initiierten Süchte befriedigen können. Verteilt die vorhandenen Geldmassen gleichmäßiger und verhindert die Entstehung neuer Divergenzen.</p>

<p>Diese Anregungen haben natürlich längst auch bedeutendere Persönlichkeiten vorgebracht und trotzdem wird der Kurs beibehalten. Es ist also davon auszugehen, dass noch alles im Plan ist. Welcher? Vom wem? Mit welchen Zielen? In der Tat stellen sich angesichts der weltweiten Geschehnisse tiefschürfende Fragen. Da aber offensichtlich parallele Lebensräume entstanden sind, deren Zwischenschichten lediglich eine begrenzte Osmose mit ausgewählten Bestandteilen gewähren, dürften sie unbeantwortet bleiben.</p>

<p>Letzter Ausweg bleibt die wahre Macht auf diesem Planeten: die Erde selbst. Stets steigt dem selbsternannten Herrscher die Zornesröte ins Gesicht und er muss hart an seinen Niederlagen knabbern, weist ihn die Natur zurecht. Trotzdem weigert er sich, diese Tatsache anzuerkennen und fordert Mutter Erde immer wieder aufs Neue heraus. Nur mit den zeitintensiven Reaktionen der Umwelt tut sich die getriebene Menschheit schwer, weshalb präsentierte Quittungen erst spätere Generationen erreichen, die dann verständlicherweise mächtig sauer sind.</p>

<p>Wir könnten natürlich auch den indoktrinierten Abhängigkeiten entsagen und uns mit dem einzig wahren, immer währendem, über alles stehendem, beschäftigen: Leben. Nein, tun wir nicht, aber dazu ein anderes mal mehr. Bis dahin entweder weiter als Marionette missbrauchen lassen oder sich im eigenen Denken üben. Nein, denken zwar die Meisten, tun sie aber nicht. Warum ich das behaupte? Dafür reicht ein Blick auf die Welt und ein bisschen Menschlichkeit.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Instabil" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Instabil</span></a> <a href="/umdenken/tag:Konsum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Konsum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Neoliberalismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Neoliberalismus</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Sucht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Sucht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verlust" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verlust</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>
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      <pubDate>Tue, 22 Jan 2019 13:42:16 +0100</pubDate>
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