<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>Profit &amp;mdash; umdenken</title>
    <link>https://qua.name/umdenken/tag:Profit</link>
    <description>Schaffen wir die Wende oder versagen kläglich?</description>
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 19:43:40 +0200</pubDate>
    <item>
      <title>Globaler Selbstmord</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/globaler-selbstmord</link>
      <description>&lt;![CDATA[Was für sich bereits besorgniserregend klingt, vervielfacht sich durch den Umstand, diesen weniger aktiv, als durch Passivität herbeizuführen. Lethargische Ignoranz macht jeden automatisch zum Mittäter eines globalen Mordanschlags, von dem man dummerweise auch selbst betroffen ist.&#xA;&#xA;Dieser Selbstbetrug geht so weit, dass wir den vollbesetzten Karren mit voller Wucht gegen die Wand zu fahren drohen und trotzdem wird es nicht (an)erkannt, klein geredet, komplett ignoriert oder gleich ganz abgelehnt und verweigert. Mahner und Aufklärer werden zu Feinden. Sämtliche Indizien und Beweise werden abgetan, notfalls verdreht und als Panikmache abgestraft. Was von der Warte her verständlich ist, da jedes Anerkenntnis im selben Atemzug ein Bekenntnis zu Veränderungen ist, die entgegen anerzogenen Bestrebungen stehen. Wer will schon seine Komfortzone verlassen? !--more--&#xA;&#xA;Darum blenden wir aus der jeden Tag über uns hereinbrechenden, gigantischen Informationsflut alles aus, was dem eigenen Wohlbefinden widerspricht. Die vermeintliche Wahrheit wird selektiert, hingebogen und zurechtgerückt. Wir verweigern uns den schlechter werdenden Bedingungen und akzeptieren nicht, selbst dafür verantwortlich zu sein. Deshalb schieben wir die Schuld lauthals anderen in die Schuhe und fordern diese auf, mit einem magischen Schalter alles neu zu gestalten. Denn diktieren uns die eingebrockten Umstände eine ungewohnte Verhaltensweise, sträuben wir uns reflexartig dagegen, womit wir die Umstände weiter verschlimmern.&#xA;&#xA;Absurderweise lehnt sich niemand gegen die Diktatur von Google, Amazon und Facebook auf, weil es am Begreifen mangelt. Zudem sind die gebotenen Möglichkeiten viel zu verlockend, als sie infrage zustellen. Beim ausufernden Überwachen und Ausspionieren durch Wirtschaft und Staat wird nur das staatliche Begehren mit Gebell quittiert, letztlich aber genervt hingenommen. Niemand will auf die schönen neuen Bequemlichkeiten verzichten und bewahrt sich mit verdrehten Argumenten seinen Rausch.&#xA;&#xA;Wir setzen die Prioritäten falsch, indem wir uns über alles erheben und die eigene Befriedung voran stellen. Mag das für unsere steinzeitlichen Vorfahren noch überlebensnotwendig gewesen sein, haben wir uns von damaligen Lebensverhältnissen meilenweit entfernt – mit Ausnahme unseres Denkens, das von seinen Herrschafts- und Machtgelüsten nicht lassen kann. Erstaunlicherweise passt es sich den jeweiligen Bedingungen an, verweigert sich aber jeder Weiterentwicklung – es lernt nicht dazu.&#xA;&#xA;Eine Folge davon ist, dass wir Tatsachen (ein)fordern. Jedoch lassen sich Natur und Klima nicht in Stein meißeln. Wir können nicht mal erfassen, dass der Boden unter unseren Füßen ständig in Bewegung ist. Selbst in Regionen, die die Kräfte von Erdbeben und/oder Vulkanausbrüchen unmittelbar zu spüren bekommen, wird versucht die Monster zu zähmen, als nachzugeben.&#xA;&#xA;Wir hadern mit dem Makel, nicht in die Zukunft sehen zu können, was unsere größte Sehnsucht ist. Allerdings haben wir damit unser bestes, geduldigstes und unerschöpflichste Opfer gefunden, wo all unsere Schuld abgeladen werden kann. Gesicherte Prognosen über Auswirkungen unseres Handels sind nicht seriös zu erstellen, sonst würden wir höchstwahrscheinlich vollkommen anders leben. Anzunehmen ist, dass sich unsere gesamte Entwicklung anders gestaltet hätte.&#xA;&#xA;Was wir hingegen schon immer konnten und sich über die Evolution hinweg verbessert und verfeinert hat, sind Zeichen zu deuten und Schlüsse daraus zu ziehen. Wobei jegliche Zeichen unserem Erfahrungsschatz und Wissen entspringen, dementsprechend ständig zunehmen. Inzwischen sind die auf die digitale Welt übertragenden Algorithmen fähig unser Handeln vorherzusehen und/oder die Umgebung diesem anzupassen, um uns andernfalls sachte in gewünschte Richtungen zu leiten.&#xA;&#xA;Nur unsere Arroganz verweigert jede Erkenntnis, weil sich im Laufe unserer Entwicklung fest in unseren Gehirnwindungen eingebrannt hat, dass Wahrheiten bitter und eklig schmecken. Zudem verlangen sie uns regelmäßig Einschränkungen und Verzicht ab. In Zeiten, wo Profit, also Bereicherung, alles ist, sind das keine akzeptablen Variablen. Lieber laufen wir mit offenem Visier in eine Schlacht und reden uns ein, dass wir diese schon gewinnen, weil wir kein anderes Ergebnis dulden, erlauben und natürlich schon gar nicht erwarten. Gesetz dem zur Bankenkrise kreierten Motto – zu Groß, um zu fallen – ist ein Scheitern unsererseits ausgeschlossen.&#xA;&#xA;Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall, offenbart aber einen weiteren Schwachpunkt in unserem Denken: Begrenztheit. Die Krux dabei ist, dass selbige zugleich dafür sorgt, nicht entdeckt zu werden. Außer in ihrem stofflichen Pendant, dem Leben, weshalb dessen unausweichliche Grenze uns zu maximalen Ausschweifungen verleitet. Verstärkt von der Ungewissheit über den Zeitpunkt des Erreichens. Deshalb ist sich jeder selbst der nächste. Warum sollte man den Genuss des eigenen Lebens danach ausrichten, wie sich selbiges zukünftig auswirkt? Jede Generation musste mit den vorhandenen Gegebenheiten zurechtkommen und konnte sich die nicht aussuchen, also müssen kommende Generationen mit dem zufrieden sein, was ihnen hinterlassen wird.&#xA;&#xA;Was bei unseren Vorfahren dem nackten Überleben diente, hat sich zur Manie entwickelt: Macht. Sich einer Übermacht bemächtigen, drückt unser tägliches Bestreben auf beängstigend eindrucksvolle Weise aus. So offensichtlich, wie unerkannt. Sichtbar nur für wenige, die nicht unter dieser Knechtschaft stehen. Dabei ist unser Horten einzig ein Umverteilen. Was einer erhält wurde woanders weggenommen. Nur weil wir in digitalen Zeiten fiktives Geld generieren, steht dem kein ausgleichender Wert gegenüber. Wir haben lediglich unseren alten Traum, Blei in Gold verwandeln, in neuzeitliche Form gegossen.&#xA;&#xA;Überheblich sehen wir darüber hinweg, dass sämtliche Faktoren exponentielle Steigerungen aufweisen. Wer die Zusammenhänge erfassen kann, versucht seine Vorteile daraus zu ziehen, was in der Regel ein weiteres Anheizen der fatalen Entwicklung bedeutet. Der überschaubare Zeitrahmen eines jeden Lebens, in Verbindung mit wachsenden Fähigkeiten der zur Seite stehenden Hilfsmittel, nähren einzig unsere Gier. Die Gier nach immer mehr, um sich über den Rest zu erheben. Langfristiges und/oder soziales Denken bremsen oder negieren gar derartiges Bestreben, weshalb sie geächtet werden.&#xA;&#xA;Anno dazumal diente die Einführung eines Zahlungsmittels lediglich der Erleichterung des herrschenden Geschäftsprinzips. Der Tauschhandel war sicherlich wenig komfortabel und mit allerlei Widrigkeiten besetzt, aber es waren zumindest reelle Werte beteiligt. Über die Jahrhunderte wurden diese papierenen Scheine nicht nur immer weiter in ihrem Erscheinungsbild verfeinert, sondern ihrer Existenz immer mehr Gewicht verliehen. Spätestens mit Beginn des Industrie-Zeitalters, Ende des 19. Jahrhunderts, rückte Geld in den Mittelpunkt. Wie schnell und wie stark wir uns davon abhängig machten, zeigte sich bereits im Oktober 1929, als die New Yorker Börse zusammenbrach und eine Weltwirtschaftskrise auslöste, die erst 1932 ihren Tiefpunkt erreichte. Inzwischen haben wir Geld zur Gottheit erhoben und ihm unsere Existenz zu Füßen gelegt.&#xA;&#xA;Nach wie vor benötigt das immaterielle Zahlungsmittel einen materiellen Gegenwert. 50 Euro in der Hand sind nur buntes Papier. Erst an der Kasse im Supermarkt verwandelt es sich in ein wertvolles Guthaben. Dies ist auch die Dimension, in welcher die Masse der Menschen das Zusammenspiel erfassen kann. Das eigentliche Geschehen ist dagegen eine diffuse Welt, deren Dominanz nur dann wahrgenommen wird, wenn es dort zu Komplikationen kommt.&#xA;&#xA;Nichtsdestotrotz benötigt die Scheinwelt materielle Inhalte zum Nachweis ihrer Existenz und Feststellung ihrer Wertigkeit. Arbeitsleistung gehört zwar dazu, ist aber einer der lästigen Faktoren, weshalb ständig an dessen Minimierung gefeilt wird. In der Hauptsache markiert immer noch Besitz den tatsächlichen Stellenwert. Diese materiellen Gegenstücke können Ressourcen oder Produkte aus selbigen sein und haben deswegen eines gemeinsam: sie sind begrenzt. Denn dieser Planet ist alles, was uns zur Verfügung steht. Alles, aus dem wir schöpfen können.&#xA;&#xA;Unsere bisherige Entwicklung zieht daher folgenschwere Konsequenzen nach sich, denn an ihrem Ende kann nur totale, komplette Ausbeutung stehen. Das fatale ist nun, dass wir dieses zwar wissen, es unsere animalischen Triebe aber nicht zulassen, daraus andere Handlungsweisen abzuleiten. Die Redewendung, nach mir die Sintflut, verbildlicht unseren Standpunkt. Wir pflanzen uns fort, weil uns unsere Gene mehr oder weniger dazu zwingen. Jedoch hat sich in der kurzen Zeitspanne unserer Existenz die Einstellung dazu grundlegend geändert, ist bislang nur noch nicht in unser Bewusstsein vorgedrungen. Während alles Lebendige seine Art erhalten will, reden wir uns diese Verpflichtung schön und erschaffen zusätzliche böse Geister in unseren Köpfen. Das ebenfalls genetisch programmierte Potential zur Dominanz hat sich inzwischen an die Spitze unseres Baukastens gesetzt. Im Gefolge der damit verbundenen Herrschaftsallüren reist der Neid. Dieser richtet sich auf alles und kennt dabei keine Verwandtschaft. Denn würde wir Nachsicht durch Voraussicht üben, können wir im eigenen Leben nicht die penetrant drängende Raffgier befriedigen. Das erzeugt einen inneren Druck, dessen Ventil bevorzugt Aggressionen sind, weil deren plumpe Struktur viel gespeicherte Energie abgeben kann.&#xA;&#xA;Gnadenlos beuten wir alles aus, weil wir nur uns selbst alles gönnen. Nicht mal unseren eigenen Kindern und sind zugleich unfähig, dieses einzugestehen. Wir sträuben uns gegen diese Sichtweise, was vielleicht verständlich, aber gleichfalls dumm ist. Im erweiterten bzw. indirektem Sinne sind wir Kannibalen. Das will natürlich niemand hören. Ebenso bestreiten wir vehement, auf einen kollektiven Genozid hinzusteuern. Wir blenden Abträgliches aus und erlauben nur Wohlgefälliges den Einlass in unseren Wahrnehmungsbereich. Mit unserem widersinnigen Verhalten schaffen wir ein Ungleichgewicht und gefährden damit sämtliches Leben – unseres inbegriffen.&#xA;&#xA;Ergänzende Lektüre:&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/vor-dem-abgrund-beschleunigt&#34; target=&#34;blank&#34;Vor dem Abgrund beschleunigt/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4632933&#34; target=&#34;blank&#34;Verbrannte Erde - ein Kontinent in Aufruhr/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4622650&#34; target=&#34;blank&#34;Der Klima-Krieg/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4621769&#34; target=&#34;blank&#34;Verbrannte Erde im Murdoch-Land/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/die-ignorierte-katastrophe-2&#34; target=&#34;blank&#34;Die ignorierte Katastrophe/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/fast-schon-zu-spat&#34; target=&#34;blank&#34;Fast schon zu spät/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://amerika21.de/2019/11/234758/brasilien-abholzung-amazonas&#34; target=&#34;blank&#34;Brasilien: Abholzung im Amazonasgebiet auf höchstem Wert seit zehn Jahren/a (amerika21)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4310005&#34; target=&#34;blank&#34;Noch eine Öko-Krise - und keiner merkt es/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/eine-minute-vor-zwolf&#34; target=&#34;blank&#34;Eine Minute vor zwölf/a (Rubikon)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4287174&#34; target=&#34;blank&#34;Atomwaffen-Politik unter Trump: New Nukes, for no Good Reason/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4250427&#34; target=&#34;blank&#34;Klimaforscher: &#34;Wir fahren diesen Planeten gerade an die Wand&#34;/a (Heise)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4248603&#34; target=&#34;blank&#34;Klimaschutz: Was geschehen müsste/a (Telepolis)&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4235265&#34; target=&#34;blank&#34;Hitze: &#34;Zehntausende Tote&#34; durch Klimawandel in den USA/a (Heise)&#xA;a href=&#34;https://www.spektrum.de/news/atomkrieg-ist-eine-dumme-idee/1571614&#34; target=&#34;blank&#34;Atomkrieg ist eine dumme Idee/a (Spektrum)&#xA;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobilclimatechangecontroversy&#34; target=&#34;blank&#34;ExxonMobil climate change controversy/a (Wikipedia | engl.)&#xA;a href=&#34;https://exxonknew.org/&#34; target=&#34;_blank&#34;Exxon knew about climate change half a century ago./a (engl.)&#xA;&#xA;#Ausbeutung #Dominanz #Egomanie #Gier #Heiligtum #Profit&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Was für sich bereits besorgniserregend klingt, vervielfacht sich durch den Umstand, diesen weniger aktiv, als durch Passivität herbeizuführen. Lethargische Ignoranz macht jeden automatisch zum Mittäter eines globalen Mordanschlags, von dem man dummerweise auch selbst betroffen ist.</p>

<p>Dieser Selbstbetrug geht so weit, dass wir den vollbesetzten Karren mit voller Wucht gegen die Wand zu fahren drohen und trotzdem wird es nicht (an)erkannt, klein geredet, komplett ignoriert oder gleich ganz abgelehnt und verweigert. Mahner und Aufklärer werden zu Feinden. Sämtliche Indizien und Beweise werden abgetan, notfalls verdreht und als Panikmache abgestraft. Was von der Warte her verständlich ist, da jedes Anerkenntnis im selben Atemzug ein Bekenntnis zu Veränderungen ist, die entgegen anerzogenen Bestrebungen stehen. Wer will schon seine Komfortzone verlassen? </p>

<p>Darum blenden wir aus der jeden Tag über uns hereinbrechenden, gigantischen Informationsflut alles aus, was dem eigenen Wohlbefinden widerspricht. Die vermeintliche Wahrheit wird selektiert, hingebogen und zurechtgerückt. Wir verweigern uns den schlechter werdenden Bedingungen und akzeptieren nicht, selbst dafür verantwortlich zu sein. Deshalb schieben wir die Schuld lauthals anderen in die Schuhe und fordern diese auf, mit einem magischen Schalter alles neu zu gestalten. Denn diktieren uns die eingebrockten Umstände eine ungewohnte Verhaltensweise, sträuben wir uns reflexartig dagegen, womit wir die Umstände weiter verschlimmern.</p>

<p>Absurderweise lehnt sich niemand gegen die Diktatur von Google, Amazon und Facebook auf, weil es am Begreifen mangelt. Zudem sind die gebotenen Möglichkeiten viel zu verlockend, als sie infrage zustellen. Beim ausufernden Überwachen und Ausspionieren durch Wirtschaft und Staat wird nur das staatliche Begehren mit Gebell quittiert, letztlich aber genervt hingenommen. Niemand will auf die schönen neuen Bequemlichkeiten verzichten und bewahrt sich mit verdrehten Argumenten seinen Rausch.</p>

<p>Wir setzen die Prioritäten falsch, indem wir uns über alles erheben und die eigene Befriedung voran stellen. Mag das für unsere steinzeitlichen Vorfahren noch überlebensnotwendig gewesen sein, haben wir uns von damaligen Lebensverhältnissen meilenweit entfernt – mit Ausnahme unseres Denkens, das von seinen Herrschafts- und Machtgelüsten nicht lassen kann. Erstaunlicherweise passt es sich den jeweiligen Bedingungen an, verweigert sich aber jeder Weiterentwicklung – es lernt nicht dazu.</p>

<p>Eine Folge davon ist, dass wir Tatsachen (ein)fordern. Jedoch lassen sich Natur und Klima nicht in Stein meißeln. Wir können nicht mal erfassen, dass der Boden unter unseren Füßen ständig in Bewegung ist. Selbst in Regionen, die die Kräfte von Erdbeben und/oder Vulkanausbrüchen unmittelbar zu spüren bekommen, wird versucht die Monster zu zähmen, als nachzugeben.</p>

<p>Wir hadern mit dem Makel, nicht in die Zukunft sehen zu können, was unsere größte Sehnsucht ist. Allerdings haben wir damit unser bestes, geduldigstes und unerschöpflichste Opfer gefunden, wo all unsere Schuld abgeladen werden kann. Gesicherte Prognosen über Auswirkungen unseres Handels sind nicht seriös zu erstellen, sonst würden wir höchstwahrscheinlich vollkommen anders leben. Anzunehmen ist, dass sich unsere gesamte Entwicklung anders gestaltet hätte.</p>

<p>Was wir hingegen schon immer konnten und sich über die Evolution hinweg verbessert und verfeinert hat, sind Zeichen zu deuten und Schlüsse daraus zu ziehen. Wobei jegliche Zeichen unserem Erfahrungsschatz und Wissen entspringen, dementsprechend ständig zunehmen. Inzwischen sind die auf die digitale Welt übertragenden Algorithmen fähig unser Handeln vorherzusehen und/oder die Umgebung diesem anzupassen, um uns andernfalls sachte in gewünschte Richtungen zu leiten.</p>

<p>Nur unsere Arroganz verweigert jede Erkenntnis, weil sich im Laufe unserer Entwicklung fest in unseren Gehirnwindungen eingebrannt hat, dass Wahrheiten bitter und eklig schmecken. Zudem verlangen sie uns regelmäßig Einschränkungen und Verzicht ab. In Zeiten, wo Profit, also Bereicherung, alles ist, sind das keine akzeptablen Variablen. Lieber laufen wir mit offenem Visier in eine Schlacht und reden uns ein, dass wir diese schon gewinnen, weil wir kein anderes Ergebnis dulden, erlauben und natürlich schon gar nicht erwarten. Gesetz dem zur Bankenkrise kreierten Motto – zu Groß, um zu fallen – ist ein Scheitern unsererseits ausgeschlossen.</p>

<p>Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall, offenbart aber einen weiteren Schwachpunkt in unserem Denken: Begrenztheit. Die Krux dabei ist, dass selbige zugleich dafür sorgt, nicht entdeckt zu werden. Außer in ihrem stofflichen Pendant, dem Leben, weshalb dessen unausweichliche Grenze uns zu maximalen Ausschweifungen verleitet. Verstärkt von der Ungewissheit über den Zeitpunkt des Erreichens. Deshalb ist sich jeder selbst der nächste. Warum sollte man den Genuss des eigenen Lebens danach ausrichten, wie sich selbiges zukünftig auswirkt? Jede Generation musste mit den vorhandenen Gegebenheiten zurechtkommen und konnte sich die nicht aussuchen, also müssen kommende Generationen mit dem zufrieden sein, was ihnen hinterlassen wird.</p>

<p>Was bei unseren Vorfahren dem nackten Überleben diente, hat sich zur Manie entwickelt: Macht. Sich einer Übermacht bemächtigen, drückt unser tägliches Bestreben auf beängstigend eindrucksvolle Weise aus. So offensichtlich, wie unerkannt. Sichtbar nur für wenige, die nicht unter dieser Knechtschaft stehen. Dabei ist unser Horten einzig ein Umverteilen. Was einer erhält wurde woanders weggenommen. Nur weil wir in digitalen Zeiten fiktives Geld generieren, steht dem kein ausgleichender Wert gegenüber. Wir haben lediglich unseren alten Traum, Blei in Gold verwandeln, in neuzeitliche Form gegossen.</p>

<p>Überheblich sehen wir darüber hinweg, dass sämtliche Faktoren exponentielle Steigerungen aufweisen. Wer die Zusammenhänge erfassen kann, versucht seine Vorteile daraus zu ziehen, was in der Regel ein weiteres Anheizen der fatalen Entwicklung bedeutet. Der überschaubare Zeitrahmen eines jeden Lebens, in Verbindung mit wachsenden Fähigkeiten der zur Seite stehenden Hilfsmittel, nähren einzig unsere Gier. Die Gier nach immer mehr, um sich über den Rest zu erheben. Langfristiges und/oder soziales Denken bremsen oder negieren gar derartiges Bestreben, weshalb sie geächtet werden.</p>

<p>Anno dazumal diente die Einführung eines Zahlungsmittels lediglich der Erleichterung des herrschenden Geschäftsprinzips. Der Tauschhandel war sicherlich wenig komfortabel und mit allerlei Widrigkeiten besetzt, aber es waren zumindest reelle Werte beteiligt. Über die Jahrhunderte wurden diese papierenen Scheine nicht nur immer weiter in ihrem Erscheinungsbild verfeinert, sondern ihrer Existenz immer mehr Gewicht verliehen. Spätestens mit Beginn des Industrie-Zeitalters, Ende des 19. Jahrhunderts, rückte Geld in den Mittelpunkt. Wie schnell und wie stark wir uns davon abhängig machten, zeigte sich bereits im Oktober 1929, als die New Yorker Börse zusammenbrach und eine Weltwirtschaftskrise auslöste, die erst 1932 ihren Tiefpunkt erreichte. Inzwischen haben wir Geld zur Gottheit erhoben und ihm unsere Existenz zu Füßen gelegt.</p>

<p>Nach wie vor benötigt das immaterielle Zahlungsmittel einen materiellen Gegenwert. 50 Euro in der Hand sind nur buntes Papier. Erst an der Kasse im Supermarkt verwandelt es sich in ein wertvolles Guthaben. Dies ist auch die Dimension, in welcher die Masse der Menschen das Zusammenspiel erfassen kann. Das eigentliche Geschehen ist dagegen eine diffuse Welt, deren Dominanz nur dann wahrgenommen wird, wenn es dort zu Komplikationen kommt.</p>

<p>Nichtsdestotrotz benötigt die Scheinwelt materielle Inhalte zum Nachweis ihrer Existenz und Feststellung ihrer Wertigkeit. Arbeitsleistung gehört zwar dazu, ist aber einer der lästigen Faktoren, weshalb ständig an dessen Minimierung gefeilt wird. In der Hauptsache markiert immer noch Besitz den tatsächlichen Stellenwert. Diese materiellen Gegenstücke können Ressourcen oder Produkte aus selbigen sein und haben deswegen eines gemeinsam: sie sind begrenzt. Denn dieser Planet ist alles, was uns zur Verfügung steht. Alles, aus dem wir schöpfen können.</p>

<p>Unsere bisherige Entwicklung zieht daher folgenschwere Konsequenzen nach sich, denn an ihrem Ende kann nur totale, komplette Ausbeutung stehen. Das fatale ist nun, dass wir dieses zwar wissen, es unsere animalischen Triebe aber nicht zulassen, daraus andere Handlungsweisen abzuleiten. Die Redewendung, <em>nach mir die Sintflut</em>, verbildlicht unseren Standpunkt. Wir pflanzen uns fort, weil uns unsere Gene mehr oder weniger dazu zwingen. Jedoch hat sich in der kurzen Zeitspanne unserer Existenz die Einstellung dazu grundlegend geändert, ist bislang nur noch nicht in unser Bewusstsein vorgedrungen. Während alles Lebendige seine Art erhalten will, reden wir uns diese Verpflichtung schön und erschaffen zusätzliche böse Geister in unseren Köpfen. Das ebenfalls genetisch programmierte Potential zur Dominanz hat sich inzwischen an die Spitze unseres Baukastens gesetzt. Im Gefolge der damit verbundenen Herrschaftsallüren reist der Neid. Dieser richtet sich auf alles und kennt dabei keine Verwandtschaft. Denn würde wir Nachsicht durch Voraussicht üben, können wir im eigenen Leben nicht die penetrant drängende Raffgier befriedigen. Das erzeugt einen inneren Druck, dessen Ventil bevorzugt Aggressionen sind, weil deren plumpe Struktur viel gespeicherte Energie abgeben kann.</p>

<p>Gnadenlos beuten wir alles aus, weil wir nur uns selbst alles gönnen. Nicht mal unseren eigenen Kindern und sind zugleich unfähig, dieses einzugestehen. Wir sträuben uns gegen diese Sichtweise, was vielleicht verständlich, aber gleichfalls dumm ist. Im erweiterten bzw. indirektem Sinne sind wir Kannibalen. Das will natürlich niemand hören. Ebenso bestreiten wir vehement, auf einen kollektiven Genozid hinzusteuern. Wir blenden Abträgliches aus und erlauben nur Wohlgefälliges den Einlass in unseren Wahrnehmungsbereich. Mit unserem widersinnigen Verhalten schaffen wir ein Ungleichgewicht und gefährden damit sämtliches Leben – unseres inbegriffen.</p>

<p><strong>Ergänzende Lektüre:</strong></p>
<ul><li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/vor-dem-abgrund-beschleunigt" target="_blank" rel="nofollow noopener">Vor dem Abgrund beschleunigt</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4632933" target="_blank" rel="nofollow noopener">Verbrannte Erde – ein Kontinent in Aufruhr</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4622650" target="_blank" rel="nofollow noopener">Der Klima-Krieg</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4621769" target="_blank" rel="nofollow noopener">Verbrannte Erde im Murdoch-Land</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-ignorierte-katastrophe-2" target="_blank" rel="nofollow noopener">Die ignorierte Katastrophe</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/fast-schon-zu-spat" target="_blank" rel="nofollow noopener">Fast schon zu spät</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://amerika21.de/2019/11/234758/brasilien-abholzung-amazonas" target="_blank" rel="nofollow noopener">Brasilien: Abholzung im Amazonasgebiet auf höchstem Wert seit zehn Jahren</a> (amerika21)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4310005" target="_blank" rel="nofollow noopener">Noch eine Öko-Krise – und keiner merkt es</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://www.rubikon.news/artikel/eine-minute-vor-zwolf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Eine Minute vor zwölf</a> (Rubikon)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4287174" target="_blank" rel="nofollow noopener">Atomwaffen-Politik unter Trump: New Nukes, for no Good Reason</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4250427" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klimaforscher: “Wir fahren diesen Planeten gerade an die Wand”</a> (Heise)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4248603" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klimaschutz: Was geschehen müsste</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="https://heise.de/-4235265" target="_blank" rel="nofollow noopener">Hitze: “Zehntausende Tote” durch Klimawandel in den USA</a> (Heise)</li>
<li><a href="https://www.spektrum.de/news/atomkrieg-ist-eine-dumme-idee/1571614" target="_blank" rel="nofollow noopener">Atomkrieg ist eine dumme Idee</a> (Spektrum)</li>
<li><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobil_climate_change_controversy" target="_blank" rel="nofollow noopener">ExxonMobil climate change controversy</a> (Wikipedia | engl.)</li>
<li><a href="https://exxonknew.org/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Exxon knew about climate change half a century ago.</a> (engl.)</li></ul>

<p><a href="/umdenken/tag:Ausbeutung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ausbeutung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Dominanz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Dominanz</span></a> <a href="/umdenken/tag:Egomanie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Egomanie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Heiligtum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Heiligtum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/global-suicide" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/globaler-selbstmord</guid>
      <pubDate>Tue, 28 Jan 2020 12:05:41 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (5)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-5</link>
      <description>&lt;![CDATA[Theoretisch befindet sich der sicherste Ort wo? In einem Gefängnis! Zäune, Gitter, dicke Mauern und Wächter passen auf, dass nichts rein kommt und nichts entweicht. Straffe Regeln sorgen für Ordnung und gleiche Bedingungen – idealerweise.&#xA;&#xA;Wie kommen Politiker\innen und viele Menschen nur auf die Idee, Sicherheit mit Freiheit gleich zu setzen und als solche anzupreisen? Niemand würde ein Gefängnis als freiheitliche Einrichtung betrachten – ganz im Gegenteil. Trotzdem streben sie mit aller Macht an, ein solches über alles und jeden zu installieren. Sind wir Menschen bereits so degeneriert, dass selbst haarsträubende Widersprüche/Gegensätze akzeptiert werden?&#xA;&#xA;Exemplarisch wird jede Anonymisierung durch den Stall gejagt. Einerseits wird jede Form der Privatsphäre vollmundig als Schutz des Einzelnen befürwortet, andererseits als Wachstumsrisiko der Wirtschaft geächtet.&#xA;&#xA;Dummerweise trifft Politik weltweit die falschen Entscheidungen. Die Perversion von Absichten löst deswegen überall Gegenreaktionen aus. Aufstand und Rebellion wird zum Alltag, weil korrupte Politiker\innen nicht mehr in der Lage sind, ihr eigenes Handeln realistisch anzuerkennen. Zudem  erleichtert ihnen ein gläserner Bürger jede manipulative Arbeit.&#xA;&#xA;Anonymisierung spricht mit gespaltener Zunge. Sinniert von Sicherheit, fordert aber totale Nacktheit. Unterwerfung ist der Preis. Wer diesen nicht bezahlen will, wird ausgegrenzt und bestenfalls als Persona non grata der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen. Privat? Widerspricht dem gesellschaftlichen Wohlgefallen, ergo Profit, und ist deswegen verpönt.&#xA;&#xA;#Anonymität #Freiheit #Gefängnis #Privatsphäre #Profit #Sicherheit&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Theoretisch befindet sich der sicherste Ort wo? In einem Gefängnis! Zäune, Gitter, dicke Mauern und Wächter passen auf, dass nichts rein kommt und nichts entweicht. Straffe Regeln sorgen für Ordnung und gleiche Bedingungen – idealerweise.</p>

<p>Wie kommen Politiker*innen und viele Menschen nur auf die Idee, Sicherheit mit Freiheit gleich zu setzen und als solche anzupreisen? Niemand würde ein Gefängnis als freiheitliche Einrichtung betrachten – ganz im Gegenteil. Trotzdem streben sie mit aller Macht an, ein solches über alles und jeden zu installieren. Sind wir Menschen bereits so degeneriert, dass selbst haarsträubende Widersprüche/Gegensätze akzeptiert werden?</p>

<p>Exemplarisch wird jede Anonymisierung durch den Stall gejagt. Einerseits wird jede Form der Privatsphäre vollmundig als Schutz des Einzelnen befürwortet, andererseits als Wachstumsrisiko der Wirtschaft geächtet.</p>

<p>Dummerweise trifft Politik weltweit die falschen Entscheidungen. Die Perversion von Absichten löst deswegen überall Gegenreaktionen aus. Aufstand und Rebellion wird zum Alltag, weil korrupte Politiker*innen nicht mehr in der Lage sind, ihr eigenes Handeln realistisch anzuerkennen. Zudem  erleichtert ihnen ein gläserner Bürger jede manipulative Arbeit.</p>

<p>Anonymisierung spricht mit gespaltener Zunge. Sinniert von Sicherheit, fordert aber totale Nacktheit. Unterwerfung ist der Preis. Wer diesen nicht bezahlen will, wird ausgegrenzt und bestenfalls als <em>Persona non grata</em> der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen. Privat? Widerspricht dem gesellschaftlichen Wohlgefallen, ergo Profit, und ist deswegen verpönt.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Anonymit%C3%A4t" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Anonymität</span></a> <a href="/umdenken/tag:Freiheit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Freiheit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gef%C3%A4ngnis" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gefängnis</span></a> <a href="/umdenken/tag:Privatsph%C3%A4re" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Privatsphäre</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Sicherheit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Sicherheit</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-perversion-of-intentions-5" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-5</guid>
      <pubDate>Mon, 06 Jan 2020 11:13:16 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Profit verlangt menschliche Versuchsobjekte und Opfer</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/der-profit-verlangt-menschliche-versuchsobjekte-und-opfer</link>
      <description>&lt;![CDATA[Jede Krebserkrankung ist schrecklich und führt meist zum vorzeitigen Tod. Auch wenn sich scheinbar vieles bekämpfen lässt und zumindest eine Lebensverlängerung vorgetäuscht wird, fehlt aber immer der Vergleich zu einem gesunden Lebensverlauf. Alle Aussagen über die Krankheit sind daher zweifelhaft. !--more--&#xA;&#xA;Offenkundig ist allerdings, wer die Gewinner sind. Des einen Leid ist des anderen Freud. Jede\r hängt am eigenen Leben und ist für jede Verlängerung bereit alles zu tun, aber vor allem jeden Preis zu zahlen. Bekanntlich sind diese Zukunftsinvestitionen nur aufs eigene Leben beschränkt und nicht für kommende Generationen gedacht, selbst wenn es die eigenen Kinder sind. Dieses Paradoxon beweisen aktuelle Klima Diskussionen.&#xA;&#xA;Beim Preis fürs Leben bekommt hingegen die Pharmaindustrie leuchtende Augen. Mühelos drehen sie die Preisschraube nach oben, die scheinbar kein Ende kennt. Moralische und ethische Bremsen wurden durch den Neoliberalismus abgeschafft. Ebenso Vernunft und Anstand, mit denen sich kein Profit erzielen lässt.&#xA;&#xA;Blöd ist nur, wenn diese teuren Therapien ihre Kosten nicht wert sind und sich sogar herausstellt, dass natürlichere Methoden bessere Erfolge erzielen, wobei sie dann auch noch so unverschämt sind, günstiger zu sein. Um die eigenen Profitschwämme nicht zum Rinnsal verkommen zu lassen, ist die mächtige Branche nicht zimperlich. Genug Kapital, um jede Widerrede, jede\n Zweifler\in im Keim zu erdrücken, ist schließlich vorhanden. Eingezahlt von lebenshungrigen Patient\innen, die sich damit womöglich selbst ein Bein stellen. Werden sie mit ihrem Geld daran gehindert Alternativen zu entdecken, die möglicherweise wirksamer sind, bezahlen sie ihre Kurzsichtigkeit gleich doppelt.&#xA;&#xA;Heutzutage noch im Zusammenhang mit diesem Bereich das Wort Gesundheit in den Mund zu nehmen, grenzt an Hohn. Es ist eine Krankheitsindustrie, die der Profit-Maxime folgend, einen Zuwachs an kranken Menschen benötigt. Wenn der Nachschub nicht ausreicht, muss eben nachgeholfen werden. Insofern passt die kranke Systematik des Neoliberalismus perfekt, wobei diese zwei niemals hätten zusammenfinden sollen/dürfen.&#xA;&#xA;Letztendlich hat jede\*r an dieser Grube mit gebuddelt und muss die übelst bittere Pille schlucken.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.rubikon.news/artikel/die-milliardenluge&#34; target=&#34;_blank&#34;Die Milliardenlüge/a | Rubikon&#xA;&#xA;#Krebs #Neoliberalismus #Pharmaindustrie #Profit&#xA;&#xA;(Article in English)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Jede Krebserkrankung ist schrecklich und führt meist zum vorzeitigen Tod. Auch wenn sich scheinbar vieles bekämpfen lässt und zumindest eine Lebensverlängerung vorgetäuscht wird, fehlt aber immer der Vergleich zu einem gesunden Lebensverlauf. Alle Aussagen über die Krankheit sind daher zweifelhaft. </p>

<p>Offenkundig ist allerdings, wer die Gewinner sind. <em>Des einen Leid ist des anderen Freud.</em> Jede*r hängt am eigenen Leben und ist für jede Verlängerung bereit alles zu tun, aber vor allem jeden Preis zu zahlen. Bekanntlich sind diese Zukunftsinvestitionen nur aufs eigene Leben beschränkt und nicht für kommende Generationen gedacht, selbst wenn es die eigenen Kinder sind. Dieses Paradoxon beweisen aktuelle Klima Diskussionen.</p>

<p>Beim Preis fürs Leben bekommt hingegen die Pharmaindustrie leuchtende Augen. Mühelos drehen sie die Preisschraube nach oben, die scheinbar kein Ende kennt. Moralische und ethische Bremsen wurden durch den <strong>Neoliberalismus</strong> abgeschafft. Ebenso Vernunft und Anstand, mit denen sich kein Profit erzielen lässt.</p>

<p>Blöd ist nur, wenn diese teuren Therapien ihre Kosten nicht wert sind und sich sogar herausstellt, dass natürlichere Methoden bessere Erfolge erzielen, wobei sie dann auch noch so unverschämt sind, günstiger zu sein. Um die eigenen Profitschwämme nicht zum Rinnsal verkommen zu lassen, ist die mächtige Branche nicht zimperlich. Genug Kapital, um jede Widerrede, jede*n Zweifler*in im Keim zu erdrücken, ist schließlich vorhanden. Eingezahlt von lebenshungrigen Patient*innen, die sich damit womöglich selbst ein Bein stellen. Werden sie mit ihrem Geld daran gehindert Alternativen zu entdecken, die möglicherweise wirksamer sind, bezahlen sie ihre Kurzsichtigkeit gleich doppelt.</p>

<p>Heutzutage noch im Zusammenhang mit diesem Bereich das Wort Gesundheit in den Mund zu nehmen, grenzt an Hohn. Es ist eine <strong>Krankheitsindustrie</strong>, die der Profit-Maxime folgend, einen Zuwachs an kranken Menschen benötigt. Wenn der Nachschub nicht ausreicht, muss eben nachgeholfen werden. Insofern passt die kranke Systematik des Neoliberalismus perfekt, wobei diese zwei niemals hätten zusammenfinden sollen/dürfen.</p>

<p>Letztendlich hat jede*r an dieser Grube mit gebuddelt und muss die übelst bittere Pille schlucken.</p>

<p><a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-milliardenluge" target="_blank" rel="nofollow noopener">Die Milliardenlüge</a> | Rubikon</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Krebs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Krebs</span></a> <a href="/umdenken/tag:Neoliberalismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Neoliberalismus</span></a> <a href="/umdenken/tag:Pharmaindustrie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Pharmaindustrie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/profit-demands-human-subjects-and-sacrifices" rel="nofollow">(Article in English)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/der-profit-verlangt-menschliche-versuchsobjekte-und-opfer</guid>
      <pubDate>Thu, 12 Dec 2019 14:42:35 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (3)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-3</link>
      <description>&lt;![CDATA[Es heißt zwar immer, der Mensch sei hart im Nehmen – vorzugsweise von Testosteron überfluteten Individuen –, ist er am Ende doch nur ein biologischer Organismus. Trotz seiner Herrschaftsallüren muss sich auch der größte Maulaffe diesem Umstand beugen. Die menschliche Natur steht weitaus mehr abträglichen Einflüssen gegenüber, als ihr guttut. Allerdings verfügen wir über Fähigkeiten und Möglichkeiten uns Gefährdungen gezielt vom Leib zu halten. !--more--&#xA;&#xA;Andererseits sind wir idiotisch genug, Lebensmittel unter Zuführungen von Giften herzustellen und/oder in ungesunden Mengen zu uns zu nehmen. Dass dies auch noch zu unserem Wohl sein soll, glauben wir deshalb gerne, weil die Produkte billiger sind, als gesündere Alternativen. Anders ausgedrückt, weil es der Wirtschaft mehr Profit verschafft, haben wir uns inzwischen an deren Fraß gewöhnt. Die Kaltschnäuzigkeit seinen Mitmenschen so etwas anzutun, soll hier als Denkanregung erwähnt, aber nicht ausgeführt werden.&#xA;&#xA;Damit die Schäden nicht unkontrolliert ausufern, wurden für bedenkliche Stoffe zumindest Grenzwerte bestimmt und verpflichtend in Vorschriften formuliert. Davon betroffen sind nicht nur direkt konsumierte Substanzen (z.B. Quecksilber), sondern auch äußerlich einwirkende (z.B. Stickoxid NO²). Was für alle Seiten nach vernünftigen Regelungen klingt, hat dennoch einen Verlierer. Aufgrund seiner heiligen Stellung tanzt alles nach seiner Pfeife, erst recht, wenn sich Hindernisse seiner Entfaltung entgegenstellen. Nein, mit dem Profit ist nicht zu spaßen.&#xA;&#xA;Stimmt die Wirtschaft ihr Klagelied vom fehlenden Entwicklungspotential an, stehen Politiker\*innen stramm bei Fuß und bedanken sich brav für die vorgegebenen Anleitungen, um hinderliche Begrenzungen anzupassen. Was natürlich erhöhen heißt und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen vor die Füße spuckt. Vorbildliche Perversion von Absichten.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.wir-essen-gesund.de/quecksilber-fisch-grenzwerte/&#34; target=&#34;blank&#34;Zu viel Quecksilber im Fisch: Erhöhen wir die Grenzwerte!/a | Wir essen gesund&#xA;&#xA;a href=&#34;https://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-fahrverbote-125.html&#34; target=&#34;blank&#34;Grenzwert bleibt Grenzwert/a | Tagesschau&#xA;&#xA;#Absurd #Chemie #Gier #Kriminell #Nahrung #Profit #Skrupellos #Umwelt #Verbraucher&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es heißt zwar immer, der Mensch sei hart im Nehmen – vorzugsweise von Testosteron überfluteten Individuen –, ist er am Ende doch nur ein biologischer Organismus. Trotz seiner Herrschaftsallüren muss sich auch der größte Maulaffe diesem Umstand beugen. Die menschliche Natur steht weitaus mehr abträglichen Einflüssen gegenüber, als ihr guttut. Allerdings verfügen wir über Fähigkeiten und Möglichkeiten uns Gefährdungen gezielt vom Leib zu halten. </p>

<p>Andererseits sind wir idiotisch genug, Lebensmittel unter Zuführungen von Giften herzustellen und/oder in ungesunden Mengen zu uns zu nehmen. Dass dies auch noch zu unserem Wohl sein soll, glauben wir deshalb gerne, weil die Produkte billiger sind, als gesündere Alternativen. Anders ausgedrückt, weil es der Wirtschaft mehr Profit verschafft, haben wir uns inzwischen an deren Fraß gewöhnt. Die Kaltschnäuzigkeit seinen Mitmenschen so etwas anzutun, soll hier als Denkanregung erwähnt, aber nicht ausgeführt werden.</p>

<p>Damit die Schäden nicht unkontrolliert ausufern, wurden für bedenkliche Stoffe zumindest Grenzwerte bestimmt und verpflichtend in Vorschriften formuliert. Davon betroffen sind nicht nur direkt konsumierte Substanzen (z.B. Quecksilber), sondern auch äußerlich einwirkende (z.B. Stickoxid NO²). Was für alle Seiten nach vernünftigen Regelungen klingt, hat dennoch einen Verlierer. Aufgrund seiner heiligen Stellung tanzt alles nach seiner Pfeife, erst recht, wenn sich Hindernisse seiner Entfaltung entgegenstellen. Nein, mit dem Profit ist nicht zu spaßen.</p>

<p>Stimmt die Wirtschaft ihr Klagelied vom fehlenden Entwicklungspotential an, stehen Politiker*innen stramm bei Fuß und bedanken sich brav für die vorgegebenen Anleitungen, um hinderliche Begrenzungen anzupassen. Was natürlich erhöhen heißt und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen vor die Füße spuckt. Vorbildliche Perversion von Absichten.</p>

<p><a href="https://www.wir-essen-gesund.de/quecksilber-fisch-grenzwerte/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zu viel Quecksilber im Fisch: Erhöhen wir die Grenzwerte!</a> | Wir essen gesund</p>

<p><a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-fahrverbote-125.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Grenzwert bleibt Grenzwert</a> | Tagesschau</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Absurd" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Absurd</span></a> <a href="/umdenken/tag:Chemie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Chemie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Nahrung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Nahrung</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Skrupellos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Skrupellos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Umwelt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Umwelt</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verbraucher" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verbraucher</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-perversion-of-intentions-3" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-3</guid>
      <pubDate>Tue, 04 Jun 2019 20:37:09 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Gewissenlose Drückeberger</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/gewissenlose-drueckeberger</link>
      <description>&lt;![CDATA[Versicherungen tun alles, um an unser Geld zu kommen und bloß nichts auszahlen, auch wenn dies ihre originäre Daseinsberechtigung ist. Auf abenteuerlichste Weise versuchen sie sich vor ihren Verpflichtungen zu drücken. Keine Fantasie ist ihnen zu billig, kein Trick zu mies, kein Vorwand zu abstrus, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verursachte Leid bei den Versicherungsnehmern findet nur selten genügend Aufmerksamkeit, um bei den abgebrühten Aasgeier ein Einlenken zu bewirken. Skrupellos gehen sie über Leichen. Obgleich das Geschäftsmodell weitreichend empathisch begründet ist, lassen die Unternehmen jeden menschlichen Zug vermissen. Empathie wird lediglich zum Einfangen vertrauensvoller Seelen missbraucht. Zu spät realisieren dann die Gehörnten, dass sie einer gespaltenen Zunge auf den Leim gegangen sind. !--more--&#xA;&#xA;Grundsätzlich sind Versicherungen eine sinnvolle Einrichtung. Deren widerwärtiges Verhalten und Möglichkeiten Existenzen zu vernichten, sollte aber endlich abgeschafft werden – zur Not per Gesetz, wenn sie nicht von alleine ihre dreckigen Machenschaften einstellen.&#xA;&#xA;Ein Portal, auf dem sämtliche Bösartigkeiten der Versicherungsgesellschaften gesammelt und somit die geballte Hässlichkeit demonstriert wird, wäre wünschenswert. Meine Suche nach etwas adäquatem blieb erfolglos. Falls ich was übersehen habe, freue ich mich über entsprechende Informationen. Ich vermute allerdings, dass derartige Pläne von der Branche im Keim erstickt werden oder vielleicht bereits worden sind.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://heise.de/-4272317&#34; target=&#34;_blank&#34;NotPetya: Zurich will Schäden nicht bezahlen, weil Angriff &#34;kriegsähnlich&#34; war/a | Heise online&#xA;&#xA;plus unzählige, namenlose Opfer der gewissenlosen Gierlappen&#xA;&#xA;#Abhängig #Asozial #Gesellschaft #Gier #Gewissenlos #Kriminell #Macht #Maßlos #Moral #Profit #Skrupellos #Verbraucher]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Versicherungen tun alles, um an unser Geld zu kommen und bloß nichts auszahlen, auch wenn dies ihre originäre Daseinsberechtigung ist. Auf abenteuerlichste Weise versuchen sie sich vor ihren Verpflichtungen zu drücken. Keine Fantasie ist ihnen zu billig, kein Trick zu mies, kein Vorwand zu abstrus, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verursachte Leid bei den Versicherungsnehmern findet nur selten genügend Aufmerksamkeit, um bei den abgebrühten Aasgeier ein Einlenken zu bewirken. Skrupellos gehen sie über Leichen. Obgleich das Geschäftsmodell weitreichend empathisch begründet ist, lassen die Unternehmen jeden menschlichen Zug vermissen. Empathie wird lediglich zum Einfangen vertrauensvoller Seelen missbraucht. Zu spät realisieren dann die Gehörnten, dass sie einer gespaltenen Zunge auf den Leim gegangen sind. </p>

<p>Grundsätzlich sind Versicherungen eine sinnvolle Einrichtung. Deren widerwärtiges Verhalten und Möglichkeiten Existenzen zu vernichten, sollte aber endlich abgeschafft werden – zur Not per Gesetz, wenn sie nicht von alleine ihre dreckigen Machenschaften einstellen.</p>

<p>Ein Portal, auf dem sämtliche Bösartigkeiten der Versicherungsgesellschaften gesammelt und somit die geballte Hässlichkeit demonstriert wird, wäre wünschenswert. Meine Suche nach etwas adäquatem blieb erfolglos. Falls ich was übersehen habe, freue ich mich über entsprechende Informationen. Ich vermute allerdings, dass derartige Pläne von der Branche im Keim erstickt werden oder vielleicht bereits worden sind.</p>

<p><a href="https://heise.de/-4272317" target="_blank" rel="nofollow noopener">NotPetya: Zurich will Schäden nicht bezahlen, weil Angriff “kriegsähnlich” war</a> | Heise online</p>

<p><strong><em>plus unzählige, namenlose Opfer der gewissenlosen Gierlappen</em></strong></p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Asozial" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Asozial</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gier" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gier</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gewissenlos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gewissenlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kriminell" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kriminell</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Ma%C3%9Flos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Maßlos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Moral" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Moral</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Skrupellos" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Skrupellos</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verbraucher" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verbraucher</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/gewissenlose-drueckeberger</guid>
      <pubDate>Thu, 31 Jan 2019 13:19:45 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Abgehängte Abhängige</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/abgehaengte-abhaengige</link>
      <description>&lt;![CDATA[Die über Jahrzehnte intensivierte Gehirnwäsche, Bevormundung als vorzüglich und vorteilhaft ins menschliche Bewusstsein zu impfen, hat den Verlust der Eigenständigkeit im Gepäck, worauf die Wirtschaft primär abzielt. Insofern müssen Menschen permanent beschäftigt werden, weil sie darauf trainiert sind, ihre Anreize von außen zu bekommen. Bleiben diese aus, stolpern sie orientierungslos durch die Gegend und drohen in dunkle Löcher zu fallen. Obwohl die Bequemlichkeit vorangetrieben wird, darf auf keinen Fall Langeweile eintreten, dann wissen sie nichts mit sich anzufangen. Tritt dies dennoch ein, entsteht ein Stau in ihrer Gefühlswelt, der danach trachtet, entladen zu werden. Weil der gebildete Druck negativ gepolt ist, kann dessen Entladung ebenfalls nur negativ sein. Gewalt ist da ein ideales, probates und unkompliziertes Mittel. Ob nun körperlich oder verbal, spielt keine Rolle, Hauptsache erleichtern. !--more--&#xA;&#xA;Mit der Droge Konsum lassen sich Auswirkungen weitestgehend kontrollieren und recht gut kanalisieren. Die Wirtschaft tut viel dafür, um den Bedarf an Suchtmitteln auf jede erdenkliche Weise zu stillen. Allerdings taucht vermehrt ein Problem auf, welches einerseits täglich wächst und andererseits von der Wirtschaft selbst verursacht und gefüttert wird: Geldmangel. Die Mittel, an dem ständig wachsenden Angebot partizipieren zu können, nehmen kontinuierlich ab.&#xA;&#xA;Wie Dealer versucht die Wirtschaft an jeder Ecke irgendetwas zu verkaufen, was uns den Alltag erträglicher machen soll. Alles Dargebotene dient angeblich einzig unserem Wohlbefinden; unserem Komfort; unserem Nutzererlebnis. Und weil uns das gebetsmühlenartig eingetrichtert wird, glauben wir das nicht nur längst selbst, sondern sind überzeugt, dass es so ist, so sein muss und wir selber es so wollen/wollten. Ganz so, wie eine erfolgreiche Gehirnwäsche funktionieren soll. Deswegen stellen wir das auch weder infrage, noch oder erst recht nicht, wehren wir uns dagegen. Es käme ja einem Kampf gegen uns selbst, gegen unseren eigenen Willen, gegen unsere eigenen Entscheidungen, gleich. Das macht doch keiner.&#xA;&#xA;So bedauerlich es auch ist, hat die Übernahme unserer Gehirne schon sehr weitreichende Erfolge erzielt. Natürlich wird dies vehement bestritten. Besonders von den Eliten, die sich entweder für zu intelligent halten oder selbst an den Schalthebeln sitzen. Jedoch ist der aufkeimende Nationalismus eine Folge dieser Manipulationen, unter Ausnutzung aller Faktoren im Zusammenspiel. Stellt sich bei den Abhängigen der Entzug ein, genügt ein winziger Funke, um die mächtigste Regung in uns Menschen zu entfachen: Angst. Ist diese erst einmal angeheizt, haben die Feuerleger leichtes Spiel bei der Lenkung, Gestaltung und Ausbreitung. Angst schaltet rationales Denken aus. Rücksichtnahme hat keinen Platz und für Vernunft ist keine Zeit. Jeder ist sich selbst am nächsten.&#xA;&#xA;Mit Ausbreitung des Neoliberalismus war diese Entwicklung unvermeidbar, vor allem, weil angeblich soziale Parteien ihre Agenda verrieten, um sich als Unterstützer zu prostituieren. Insofern sind gegenwärtige Situationen wenig überraschend. Der Weg war vorgezeichnet und eingetroffene Resultate erwartbar. Fragwürdig ist hingegen, warum die Initiatoren die Tragweite ihres Handelns übersahen. Wurde das bewusst ausgeblendet? Oder klein geredet? Oder war die eigene Arroganz und Gier so groß, dass man Warnungen in den Wind schlug, weil man überzeugt war, jede erdenkliche Situation beherrschen zu können? Aber irren ist bekanntlich menschlich.&#xA;&#xA;Unter humanen Aspekten sollte man annehmen, dass aktuelle Tendenzen unerwünscht sind und entgegenwirkende Schritte unternommen werden. Schließlich gäbe es eine erschreckend einfache Lösung: gebt den Menschen mehr Geld in die Hand, damit sie die von der Wirtschaft initiierten Süchte befriedigen können. Verteilt die vorhandenen Geldmassen gleichmäßiger und verhindert die Entstehung neuer Divergenzen.&#xA;&#xA;Diese Anregungen haben natürlich längst auch bedeutendere Persönlichkeiten vorgebracht und trotzdem wird der Kurs beibehalten. Es ist also davon auszugehen, dass noch alles im Plan ist. Welcher? Vom wem? Mit welchen Zielen? In der Tat stellen sich angesichts der weltweiten Geschehnisse tiefschürfende Fragen. Da aber offensichtlich parallele Lebensräume entstanden sind, deren Zwischenschichten lediglich eine begrenzte Osmose mit ausgewählten Bestandteilen gewähren, dürften sie unbeantwortet bleiben.&#xA;&#xA;Letzter Ausweg bleibt die wahre Macht auf diesem Planeten: die Erde selbst. Stets steigt dem selbsternannten Herrscher die Zornesröte ins Gesicht und er muss hart an seinen Niederlagen knabbern, weist ihn die Natur zurecht. Trotzdem weigert er sich, diese Tatsache anzuerkennen und fordert Mutter Erde immer wieder aufs Neue heraus. Nur mit den zeitintensiven Reaktionen der Umwelt tut sich die getriebene Menschheit schwer, weshalb präsentierte Quittungen erst spätere Generationen erreichen, die dann verständlicherweise mächtig sauer sind.&#xA;&#xA;Wir könnten natürlich auch den indoktrinierten Abhängigkeiten entsagen und uns mit dem einzig wahren, immer währendem, über alles stehendem, beschäftigen: Leben. Nein, tun wir nicht, aber dazu ein anderes mal mehr. Bis dahin entweder weiter als Marionette missbrauchen lassen oder sich im eigenen Denken üben. Nein, denken zwar die Meisten, tun sie aber nicht. Warum ich das behaupte? Dafür reicht ein Blick auf die Welt und ein bisschen Menschlichkeit.&#xA;&#xA;#Abhängig #Ängste #Instabil #Konsum #Neoliberalismus #Profit #Sucht #Verlust #Zerfall]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die über Jahrzehnte intensivierte Gehirnwäsche, Bevormundung als vorzüglich und vorteilhaft ins menschliche Bewusstsein zu impfen, hat den Verlust der Eigenständigkeit im Gepäck, worauf die Wirtschaft primär abzielt. Insofern müssen Menschen permanent beschäftigt werden, weil sie darauf trainiert sind, ihre Anreize von außen zu bekommen. Bleiben diese aus, stolpern sie orientierungslos durch die Gegend und drohen in dunkle Löcher zu fallen. Obwohl die Bequemlichkeit vorangetrieben wird, darf auf keinen Fall Langeweile eintreten, dann wissen sie nichts mit sich anzufangen. Tritt dies dennoch ein, entsteht ein Stau in ihrer Gefühlswelt, der danach trachtet, entladen zu werden. Weil der gebildete Druck negativ gepolt ist, kann dessen Entladung ebenfalls nur negativ sein. Gewalt ist da ein ideales, probates und unkompliziertes Mittel. Ob nun körperlich oder verbal, spielt keine Rolle, Hauptsache erleichtern. </p>

<p>Mit der Droge Konsum lassen sich Auswirkungen weitestgehend kontrollieren und recht gut kanalisieren. Die Wirtschaft tut viel dafür, um den Bedarf an Suchtmitteln auf jede erdenkliche Weise zu stillen. Allerdings taucht vermehrt ein Problem auf, welches einerseits täglich wächst und andererseits von der Wirtschaft selbst verursacht und gefüttert wird: Geldmangel. Die Mittel, an dem ständig wachsenden Angebot partizipieren zu können, nehmen kontinuierlich ab.</p>

<p>Wie Dealer versucht die Wirtschaft an jeder Ecke irgendetwas zu verkaufen, was uns den Alltag erträglicher machen soll. Alles Dargebotene dient angeblich einzig unserem Wohlbefinden; unserem Komfort; unserem Nutzererlebnis. Und weil uns das gebetsmühlenartig eingetrichtert wird, glauben wir das nicht nur längst selbst, sondern sind überzeugt, dass es so ist, so sein muss und wir selber es so wollen/wollten. Ganz so, wie eine erfolgreiche Gehirnwäsche funktionieren soll. Deswegen stellen wir das auch weder infrage, noch oder erst recht nicht, wehren wir uns dagegen. Es käme ja einem Kampf gegen uns selbst, gegen unseren eigenen Willen, gegen unsere eigenen Entscheidungen, gleich. Das macht doch keiner.</p>

<p>So bedauerlich es auch ist, hat die Übernahme unserer Gehirne schon sehr weitreichende Erfolge erzielt. Natürlich wird dies vehement bestritten. Besonders von den Eliten, die sich entweder für zu intelligent halten oder selbst an den Schalthebeln sitzen. Jedoch ist der aufkeimende Nationalismus eine Folge dieser Manipulationen, unter Ausnutzung aller Faktoren im Zusammenspiel. Stellt sich bei den Abhängigen der Entzug ein, genügt ein winziger Funke, um die mächtigste Regung in uns Menschen zu entfachen: Angst. Ist diese erst einmal angeheizt, haben die Feuerleger leichtes Spiel bei der Lenkung, Gestaltung und Ausbreitung. Angst schaltet rationales Denken aus. Rücksichtnahme hat keinen Platz und für Vernunft ist keine Zeit. Jeder ist sich selbst am nächsten.</p>

<p>Mit Ausbreitung des Neoliberalismus war diese Entwicklung unvermeidbar, vor allem, weil angeblich soziale Parteien ihre Agenda verrieten, um sich als Unterstützer zu prostituieren. Insofern sind gegenwärtige Situationen wenig überraschend. Der Weg war vorgezeichnet und eingetroffene Resultate erwartbar. Fragwürdig ist hingegen, warum die Initiatoren die Tragweite ihres Handelns übersahen. Wurde das bewusst ausgeblendet? Oder klein geredet? Oder war die eigene Arroganz und Gier so groß, dass man Warnungen in den Wind schlug, weil man überzeugt war, jede erdenkliche Situation beherrschen zu können? Aber irren ist bekanntlich menschlich.</p>

<p>Unter humanen Aspekten sollte man annehmen, dass aktuelle Tendenzen unerwünscht sind und entgegenwirkende Schritte unternommen werden. Schließlich gäbe es eine erschreckend einfache Lösung: gebt den Menschen mehr Geld in die Hand, damit sie die von der Wirtschaft initiierten Süchte befriedigen können. Verteilt die vorhandenen Geldmassen gleichmäßiger und verhindert die Entstehung neuer Divergenzen.</p>

<p>Diese Anregungen haben natürlich längst auch bedeutendere Persönlichkeiten vorgebracht und trotzdem wird der Kurs beibehalten. Es ist also davon auszugehen, dass noch alles im Plan ist. Welcher? Vom wem? Mit welchen Zielen? In der Tat stellen sich angesichts der weltweiten Geschehnisse tiefschürfende Fragen. Da aber offensichtlich parallele Lebensräume entstanden sind, deren Zwischenschichten lediglich eine begrenzte Osmose mit ausgewählten Bestandteilen gewähren, dürften sie unbeantwortet bleiben.</p>

<p>Letzter Ausweg bleibt die wahre Macht auf diesem Planeten: die Erde selbst. Stets steigt dem selbsternannten Herrscher die Zornesröte ins Gesicht und er muss hart an seinen Niederlagen knabbern, weist ihn die Natur zurecht. Trotzdem weigert er sich, diese Tatsache anzuerkennen und fordert Mutter Erde immer wieder aufs Neue heraus. Nur mit den zeitintensiven Reaktionen der Umwelt tut sich die getriebene Menschheit schwer, weshalb präsentierte Quittungen erst spätere Generationen erreichen, die dann verständlicherweise mächtig sauer sind.</p>

<p>Wir könnten natürlich auch den indoktrinierten Abhängigkeiten entsagen und uns mit dem einzig wahren, immer währendem, über alles stehendem, beschäftigen: Leben. Nein, tun wir nicht, aber dazu ein anderes mal mehr. Bis dahin entweder weiter als Marionette missbrauchen lassen oder sich im eigenen Denken üben. Nein, denken zwar die Meisten, tun sie aber nicht. Warum ich das behaupte? Dafür reicht ein Blick auf die Welt und ein bisschen Menschlichkeit.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:%C3%84ngste" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Ängste</span></a> <a href="/umdenken/tag:Instabil" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Instabil</span></a> <a href="/umdenken/tag:Konsum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Konsum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Neoliberalismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Neoliberalismus</span></a> <a href="/umdenken/tag:Profit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Profit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Sucht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Sucht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verlust" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verlust</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://qua.name/umdenken/abgehaengte-abhaengige</guid>
      <pubDate>Tue, 22 Jan 2019 13:42:16 +0100</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>