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    <title>Lethargie &amp;mdash; umdenken</title>
    <link>https://qua.name/umdenken/tag:Lethargie</link>
    <description>Schaffen wir die Wende oder versagen kläglich?</description>
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 19:51:59 +0200</pubDate>
    <item>
      <title>Die Perversion von Absichten (6)</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-6</link>
      <description>&lt;![CDATA[Wenn dir ein Bonbon kostenlos angeboten wird, der dir dann aber nicht schmeckt, machst du was? Ausspucken und keinen weiteren annehmen oder tapfer zu Ende lutschen und gleich zum nächsten greifen? Darf ich ersteres annehmen? Gut.&#xA;&#xA;Bist du Inhaber eines Geschäfts, sind hier und da ein paar hilfreiche Ratschläge sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber gegen massives Einmischen oder gar reglementieren würdest du dich wahrscheinlich wehren, oder? Solange du gesetzmäßig agierst, möchtest du doch dein Geschäft nach deinen Vorstellungen gestalten, richtig? Gut.&#xA;&#xA;Im Grunde kann niemand irgendjemanden gegen seinen Willen zu etwas zwingen, denn wir leben in keiner Diktatur – noch zumindest nicht. Gehen wir bislang konform? Gut.&#xA;&#xA;Warum lamentierst und jammerst du dann als Nutzer über die Geschäftspraktiken anderer und rufst sogar nach der Politik, damit sie von dort reglementiert werden? Niemand zwingt dich den ekligen Bonbon aufzuessen. Längst existieren etablierte und mindestens gleichwertige Alternativen. Aber da kommst du dann mit fadenscheinigen Ausreden, um deine Sucht und Unfähigkeit zum Wechseln zu rechtfertigen. Am Beliebtesten ist das Argument der fehlenden Masse andernorts. Womit du dich als begriffsstutziger Abhängiger outest, dem auch irrationale Gründe als Vorschub nicht billig genug sind. Peinlich. Pervers.&#xA;&#xA;Wenn du deine Energie mit dummem Gelaber vergeudest und nicht in einen Wechsel investierst, kann woanders keine Masse aufgebaut werden. Die jetzigen Platzhirsche waren in ihren Anfängen auch öde und leer. Also hör auf, dich über Datensammelei und weitere unschöne Begleiterscheinungen zu beschweren, sondern orientiere dich neu. Jetzt sofort! Basta!&#xA;&#xA;#Abhängig #Datenschutz #Lethargie #Narren #Unfähig&#xA;&#xA;(English Version)]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn dir ein Bonbon kostenlos angeboten wird, der dir dann aber nicht schmeckt, machst du was? Ausspucken und keinen weiteren annehmen oder tapfer zu Ende lutschen und gleich zum nächsten greifen? Darf ich ersteres annehmen? Gut.</p>

<p>Bist du Inhaber eines Geschäfts, sind hier und da ein paar hilfreiche Ratschläge sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber gegen massives Einmischen oder gar reglementieren würdest du dich wahrscheinlich wehren, oder? Solange du gesetzmäßig agierst, möchtest du doch dein Geschäft nach deinen Vorstellungen gestalten, richtig? Gut.</p>

<p>Im Grunde kann niemand irgendjemanden gegen seinen Willen zu etwas zwingen, denn wir leben in keiner Diktatur – noch zumindest nicht. Gehen wir bislang konform? Gut.</p>

<p>Warum lamentierst und jammerst du dann als Nutzer über die Geschäftspraktiken anderer und rufst sogar nach der Politik, damit sie von dort reglementiert werden? Niemand zwingt dich den ekligen Bonbon aufzuessen. Längst existieren etablierte und mindestens gleichwertige Alternativen. Aber da kommst du dann mit fadenscheinigen Ausreden, um deine Sucht und Unfähigkeit zum Wechseln zu rechtfertigen. Am Beliebtesten ist das Argument der fehlenden Masse andernorts. Womit du dich als begriffsstutziger Abhängiger outest, dem auch irrationale Gründe als Vorschub nicht billig genug sind. Peinlich. Pervers.</p>

<p>Wenn du deine Energie mit dummem Gelaber vergeudest und nicht in einen Wechsel investierst, kann woanders keine Masse aufgebaut werden. Die jetzigen Platzhirsche waren in ihren Anfängen auch öde und leer. Also hör auf, dich über Datensammelei und weitere unschöne Begleiterscheinungen zu beschweren, sondern orientiere dich neu. Jetzt sofort! Basta!</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Datenschutz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Datenschutz</span></a> <a href="/umdenken/tag:Lethargie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Lethargie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Narren" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Narren</span></a> <a href="/umdenken/tag:Unf%C3%A4hig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Unfähig</span></a></p>

<p><a href="https://qua.name/rethink/the-pervision-of-intentions-6" rel="nofollow">(English Version)</a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/die-perversion-von-absichten-6</guid>
      <pubDate>Sat, 25 Jan 2020 11:53:03 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Falsche Werte</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/falsche-werte</link>
      <description>&lt;![CDATA[Bei aller Intelligenz und der damit annektierten Arroganz, haben wir es soweit gebracht, menschlichen Wert über Arbeit zu definieren?&#xA;&#xA;Und weil wir die selbst geschaffenen, in uns schwelenden Konflikte nicht selber lösen können (wollen) – dazu müssten wir sie anerkennen –, ziehen wir andere dafür zur Verantwortung?&#xA;&#xA;Wie jämmerlich. Wie armselig. Wie engstirnig.&#xA;&#xA;Hechelt mal schön stupide dem Geld hinterher, ihr begreift den Umfang des Menschseins sowieso nicht.&#xA;&#xA;#Dumpf #Gesellschaft #Hohl #Lethargie #Sklaven #Zerfall]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Bei aller Intelligenz und der damit annektierten Arroganz, haben wir es soweit gebracht, menschlichen Wert über Arbeit zu definieren?</p>

<p>Und weil wir die selbst geschaffenen, in uns schwelenden Konflikte nicht selber lösen können (wollen) – dazu müssten wir sie anerkennen –, ziehen wir andere dafür zur Verantwortung?</p>

<p>Wie jämmerlich. Wie armselig. Wie engstirnig.</p>

<p>Hechelt mal schön stupide dem Geld hinterher, ihr begreift den Umfang des Menschseins sowieso nicht.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Dumpf" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Dumpf</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Hohl" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Hohl</span></a> <a href="/umdenken/tag:Lethargie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Lethargie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Sklaven" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Sklaven</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/falsche-werte</guid>
      <pubDate>Mon, 04 Mar 2019 13:43:28 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Geheiligte Abhängigkeit</title>
      <link>https://qua.name/umdenken/geheiligte-abhaengigkeit</link>
      <description>&lt;![CDATA[Voller Enthusiasmus verfallen wir der geschaffenen Technik. Von uns selbst eingenommen, erregt jede Neuerung unsere Faszination und wird umgehend kritiklos vereinnahmt. Gefühle von Sucht und Abhängigkeit kommen nicht auf, weil uns die Nutzung von außen subversiv aufgezwungen wird. Ohne Technik ist eine Teilnahme an der aktuellen Lebensweise kompliziert und bugsiert einen automatisch auf eine Außenseiterposition. Diese Entwicklung spitzt sich immer weiter zu. Unser Hang zur Bequemlichkeit ist zu groß, um Gefahren zu erkennen. Zudem werden diese unter massivem Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel klein geredet, ausgeblendet und notfalls unterdrückt. Zweifel erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist primäres Ziel sämtlicher Bestrebungen und Hauptbestandteil jeder Strategie. !--more--&#xA;&#xA;Daher ignorieren wir die Anfälligkeit des Systems und vor allem die Auswirkungen, die eine Störung der Abläufe verursachen würde. Als hielte man sich in einer Menschenmasse die Augen zu und glaubte, die anderen sehen ein nicht mehr, weil man sie selbst nicht mehr sieht. Idiotisch? Natürlich, aber genauso handeln wir. Jeden Tag und das auch noch mit steigender Tendenz.&#xA;&#xA;Zieht man einen Neoprenanzug an, kann man sich gut bewegen. Steigt man in einen zweiten, geht das sicher auch noch. Bei drei und vier? Ich weiß nicht … fünf und sechs? Ich habe noch nie einen angehabt und kann es daher nicht einschätzen, aber ich vermute eine stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Ähnliches praktizieren wir mit dem technischen Fortschritt. Nur zu gern lassen wir uns von ihm vereinnahmen, verspricht er jede Menge Komfort. Zusammenhängen verweigern wir jedoch jeden Vorstoß ins Bewusstsein. Unsere Abwehrmechanismen richten sich nicht gegen die gefährlichen, negativen Folgen, zu deren Schutz sie eigentlich da sind, sondern gegen die Warnungen selber.&#xA;&#xA;Dass dadurch in unseren Köpfen sämtliche Grundprogrammierungen durcheinander geraten und sich in Ängsten, Depressionen und anderen Krankheiten, die durch Irritationen ausgelöst werden, wie zum Beispiel Krebs, niederschlagen, ist eine logische Folge, die natürlich wiederum ignoriert wird und somit eine verheerende Spirale aktiviert. Aber das sei nur mal nebenbei angeregt.&#xA;&#xA;Ohne Frage sind unsere Errungenschaften beachtenswert und überaus angenehm. Was natürlich Voraussetzung ist, um sich komplett die Zügel aus der Hand nehmen zu lassen. Längst haben Konzerne die Herrschaft übernommen und wir uns deren Machenschaften ergeben.&#xA;&#xA;Doch es ist nicht die Technik oder Abstrusität, Daten zum wertvollsten Gut zu erklären, die Sorgen bereiten sollten, sondern die einhergehende Fragilität des gesamten Systems. Im neoliberalen Turbomodus manövrieren wir uns ungebremst in eine Sackgasse, was wir in bekannter Manier nicht wahrhaben wollen. Überall auf der Welt zündeln bereits Lunten und wann es zur ersten Explosion kommt, ist kaum noch interessant, sondern vielmehr wo. Denn je nach Ursprung ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen. Wobei es letztlich egal ist, denn unterm Strich steht in jedem Fall ein Desaster.&#xA;&#xA;Bisher haben wir Menschen Technik für uns arbeiten lassen. Maschinen haben wir zu unserer Unterstützung eingesetzt. Wir beharren zwar immer noch darauf, dass dies der Fall ist, lügen uns damit aber in die eigene Tasche. Wir haben uns in die Knechtschaft der von uns geschaffenen Technik begeben. Stoisch halten wir am Fehlglauben fest, über alles zu herrschen und zu beherrschen, erst recht von uns geschaffenes.&#xA;&#xA;Das Netz an aufgebauten Abhängigkeiten ist hochempfindlich und entsprechend verletzlich. Gedankenlos füttern wir bereitwillig ein Konstrukt, dass uns längst über die Haare gewachsen ist.&#xA;&#xA;Ein verkehrter Klick,&#xA;ein ausfallender Server,&#xA;ein gestörter Knoten,&#xA;eine Bank in Turbulenzen,&#xA;eine Branche stürzt,&#xA;eine Wirtschaft hinterher,&#xA;einen Krieg im Schlepptau,&#xA;ein Ende.&#xA;&#xA;Es geht nicht darum Technik zu verdammen und verbannen, sondern ums Zurechtrücken der Verhältnisse. Die dafür notwendigen Einsichten und Veränderungen sind allerdings utopische Hoffnungen. Auf vernünftigen Wegen wird eine derart umfangreiche Neuorientierung geistiger Haltungen nicht passieren. Es ist Aussichtslos anzunehmen, wir könnten so viel Anstand aufbringen. Also prinzipiell wären wir dazu schon in der Lage, aber die Geister, die wir riefen …&#xA;&#xA;Wir haben Humanität aufgegeben, auch wenn das niemand zugibt. Ob wir sie verloren haben oder sie uns geraubt wurde, ist erst mal völlig unerheblich. Nur durch diesen Verlust sind die derzeitigen Entwicklungen möglich. Die fehlende oder zumindest weichgekochte Courage verhindert die Wahrnehmung der Realität. Nur deshalb empfinden wir die uns vorgespielte Täuschung nicht als solche, sondern fügen uns dem heimeligen Schöngerede. Das wackelige Gebilde fördert selbst seine Instabilität. Übernimmt anstelle gemeinschaftlicher Kräfte der Selbsterhalt die Federführung, kollabiert das System.&#xA;&#xA;Sozial ist kein Gimmick, kein Bonus, kein Sahnehäubchen, kein Extra und schon gar nicht eine Bestrafung. Es ist die Ursache, die Basis, die Grundvoraussetzung für Leben. Warum wir uns von betrügerischen Machenschaften einwickeln lassen, wo wir doch angeblich so intelligent sind, sollte uns ernsthaft belasten und zu denken geben. Womit ich – mal wieder – beim Grundproblem gelandet bin.&#xA;&#xA;#Abhängig #Gesellschaft #Identität #Konsum #Kontrolle #Lethargie #Macht #Manipulation #Unfähig #Verbraucher #Weltweit #Werte #Zerfall]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Voller Enthusiasmus verfallen wir der geschaffenen Technik. Von uns selbst eingenommen, erregt jede Neuerung unsere Faszination und wird umgehend kritiklos vereinnahmt. Gefühle von Sucht und Abhängigkeit kommen nicht auf, weil uns die Nutzung von außen subversiv aufgezwungen wird. Ohne Technik ist eine Teilnahme an der aktuellen Lebensweise kompliziert und bugsiert einen automatisch auf eine Außenseiterposition. Diese Entwicklung spitzt sich immer weiter zu. Unser Hang zur Bequemlichkeit ist zu groß, um Gefahren zu erkennen. Zudem werden diese unter massivem Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel klein geredet, ausgeblendet und notfalls unterdrückt. Zweifel erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist primäres Ziel sämtlicher Bestrebungen und Hauptbestandteil jeder Strategie. </p>

<p>Daher ignorieren wir die Anfälligkeit des Systems und vor allem die Auswirkungen, die eine Störung der Abläufe verursachen würde. Als hielte man sich in einer Menschenmasse die Augen zu und glaubte, die anderen sehen ein nicht mehr, weil man sie selbst nicht mehr sieht. Idiotisch? Natürlich, aber genauso handeln wir. Jeden Tag und das auch noch mit steigender Tendenz.</p>

<p>Zieht man einen Neoprenanzug an, kann man sich gut bewegen. Steigt man in einen zweiten, geht das sicher auch noch. Bei drei und vier? Ich weiß nicht … fünf und sechs? Ich habe noch nie einen angehabt und kann es daher nicht einschätzen, aber ich vermute eine stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Ähnliches praktizieren wir mit dem technischen Fortschritt. Nur zu gern lassen wir uns von ihm vereinnahmen, verspricht er jede Menge Komfort. Zusammenhängen verweigern wir jedoch jeden Vorstoß ins Bewusstsein. Unsere Abwehrmechanismen richten sich nicht gegen die gefährlichen, negativen Folgen, zu deren Schutz sie eigentlich da sind, sondern gegen die Warnungen selber.</p>

<p>Dass dadurch in unseren Köpfen sämtliche Grundprogrammierungen durcheinander geraten und sich in Ängsten, Depressionen und anderen Krankheiten, die durch Irritationen ausgelöst werden, wie zum Beispiel Krebs, niederschlagen, ist eine logische Folge, die natürlich wiederum ignoriert wird und somit eine verheerende Spirale aktiviert. Aber das sei nur mal nebenbei angeregt.</p>

<p>Ohne Frage sind unsere Errungenschaften beachtenswert und überaus angenehm. Was natürlich Voraussetzung ist, um sich komplett die Zügel aus der Hand nehmen zu lassen. Längst haben Konzerne die Herrschaft übernommen und wir uns deren Machenschaften ergeben.</p>

<p>Doch es ist nicht die Technik oder Abstrusität, Daten zum wertvollsten Gut zu erklären, die Sorgen bereiten sollten, sondern die einhergehende Fragilität des gesamten Systems. Im neoliberalen Turbomodus manövrieren wir uns ungebremst in eine Sackgasse, was wir in bekannter Manier nicht wahrhaben wollen. Überall auf der Welt zündeln bereits Lunten und wann es zur ersten Explosion kommt, ist kaum noch interessant, sondern vielmehr wo. Denn je nach Ursprung ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen. Wobei es letztlich egal ist, denn unterm Strich steht in jedem Fall ein Desaster.</p>

<p>Bisher haben wir Menschen Technik für uns arbeiten lassen. Maschinen haben wir zu unserer Unterstützung eingesetzt. Wir beharren zwar immer noch darauf, dass dies der Fall ist, lügen uns damit aber in die eigene Tasche. Wir haben uns in die Knechtschaft der von uns geschaffenen Technik begeben. Stoisch halten wir am Fehlglauben fest, über alles zu herrschen und zu beherrschen, erst recht von uns geschaffenes.</p>

<p>Das Netz an aufgebauten Abhängigkeiten ist hochempfindlich und entsprechend verletzlich. Gedankenlos füttern wir bereitwillig ein Konstrukt, dass uns längst über die Haare gewachsen ist.</p>

<p>Ein verkehrter Klick,
ein ausfallender Server,
ein gestörter Knoten,
eine Bank in Turbulenzen,
eine Branche stürzt,
eine Wirtschaft hinterher,
einen Krieg im Schlepptau,
ein Ende.</p>

<p>Es geht nicht darum Technik zu verdammen und verbannen, sondern ums Zurechtrücken der Verhältnisse. Die dafür notwendigen Einsichten und Veränderungen sind allerdings utopische Hoffnungen. Auf vernünftigen Wegen wird eine derart umfangreiche Neuorientierung geistiger Haltungen nicht passieren. Es ist Aussichtslos anzunehmen, wir könnten so viel Anstand aufbringen. Also prinzipiell wären wir dazu schon in der Lage, aber die Geister, die wir riefen …</p>

<p>Wir haben Humanität aufgegeben, auch wenn das niemand zugibt. Ob wir sie verloren haben oder sie uns geraubt wurde, ist erst mal völlig unerheblich. Nur durch diesen Verlust sind die derzeitigen Entwicklungen möglich. Die fehlende oder zumindest weichgekochte Courage verhindert die Wahrnehmung der Realität. Nur deshalb empfinden wir die uns vorgespielte Täuschung nicht als solche, sondern fügen uns dem heimeligen Schöngerede. Das wackelige Gebilde fördert selbst seine Instabilität. Übernimmt anstelle gemeinschaftlicher Kräfte der Selbsterhalt die Federführung, kollabiert das System.</p>

<p>Sozial ist kein Gimmick, kein Bonus, kein Sahnehäubchen, kein Extra und schon gar nicht eine Bestrafung. Es ist die Ursache, die Basis, die Grundvoraussetzung für Leben. Warum wir uns von betrügerischen Machenschaften einwickeln lassen, wo wir doch angeblich so intelligent sind, sollte uns ernsthaft belasten und zu denken geben. Womit ich – mal wieder – beim Grundproblem gelandet bin.</p>

<p><a href="/umdenken/tag:Abh%C3%A4ngig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Abhängig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Gesellschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Gesellschaft</span></a> <a href="/umdenken/tag:Identit%C3%A4t" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Identität</span></a> <a href="/umdenken/tag:Konsum" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Konsum</span></a> <a href="/umdenken/tag:Kontrolle" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kontrolle</span></a> <a href="/umdenken/tag:Lethargie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Lethargie</span></a> <a href="/umdenken/tag:Macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Macht</span></a> <a href="/umdenken/tag:Manipulation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Manipulation</span></a> <a href="/umdenken/tag:Unf%C3%A4hig" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Unfähig</span></a> <a href="/umdenken/tag:Verbraucher" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verbraucher</span></a> <a href="/umdenken/tag:Weltweit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Weltweit</span></a> <a href="/umdenken/tag:Werte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Werte</span></a> <a href="/umdenken/tag:Zerfall" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Zerfall</span></a></p>
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      <guid>https://qua.name/umdenken/geheiligte-abhaengigkeit</guid>
      <pubDate>Thu, 21 Feb 2019 12:56:38 +0100</pubDate>
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